Freitag 28 de August de 2026 Macaronesia

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Terceira

Die Landschaftsschutzgebiete Serra do Cume und Biscoitos begrenzen den Neubau von Wohnraum auf Terceira

Euroinmobiliaria® · · 2 Min. Lesezeit

Die Landschaftsschutzgebiete Serra do Cume und Biscoitos begrenzen den Neubau von Wohnraum auf Terceira
Foto: José Luís Ávila Silveira / Pedro Noronha e Costa / Wikimedia Commons (gemeinfrei)

Eine Vulkanlandschaft unter gesetzlichem Schutz

Die Serra do Cume und die in Currais angelegten Weinberge von Biscoitos stehen unter Landschaftsschutz.

Weniger verfügbare Flächen für neue Wohnungen

Die Schutzbestimmungen verringern die Baulandreserven in Praia da Vitória.

Die Winzer verteidigen die Currais

Die Steinmauern sind ein landwirtschaftliches Wahrzeichen und zugleich eine Einnahmequelle.

Die Immobilienbranche fordert Alternativen

Vorgeschlagen wird, andere Flächenreserven auszuweisen oder die Sanierung zu fördern.

Eine international anerkannte Agrarlandschaft

Die Currais von Biscoitos, kleine Einfassungen aus Vulkangestein, die die Reben vor dem Meereswind schützen, gehören zu einer Weinbaulandschaft, die von internationalen Organisationen für landwirtschaftliches Kulturerbe gewürdigt wurde. Die Serra do Cume wiederum zählt zu den meistbesuchten Aussichtspunkten Terceiras, was das Interesse der Regionalbehörden verstärkt, ihr landschaftliches Profil unangetastet zu lassen. Jedes Bauvorhaben in diesen Gebieten muss spezifische Gutachten durchlaufen, die die Verfahren um Monate verlängern können.

Was die Weinproduzenten berichten

Erzeuger der Denominação de Origem Biscoitos vertreten die Auffassung, dass die Currais ohne den Landschaftsschutz längst dem Druck der Bebauung zum Opfer gefallen wären und damit eine jahrhundertealte Weinbautradition mit sich gerissen hätten. Einige räumen allerdings ein, dass die Beschränkungen auch die Modernisierung der Betriebe und den Bau kleiner Nebengebäude für die landwirtschaftliche Arbeit erschweren. Die Câmara Municipal von Praia da Vitória hat vorgeschlagen, bestimmte Auflagen für Bauten zu lockern, die unmittelbar mit dem Weinbau zusammenhängen.

Sanierung als Alternative zu neuem Bauland

Angesichts fehlender Baulandreserven setzen örtliche Bauträger zunehmend darauf, bereits bestehende Wohnhäuser in den Ortskernen von Biscoitos und Porto Judeu zu sanieren, statt auf die Freigabe neuer Parzellen zu warten. Diese Strategie hält die Bautätigkeit in Gang, ohne die Schutzgebiete anzutasten, verteuert allerdings den Endpreis der sanierten Wohnungen gegenüber dem, was ein Neubauprojekt auf uneingeschränkt nutzbaren Grundstücken kosten würde.

Vergleich mit anderen Schutzgebieten der Azoren

Die Lage auf Terceira erinnert an jene anderer Inseln des Archipels, wo Gebiete wie die Caldeira das Sete Cidades auf São Miguel ähnliche Baubeschränkungen mit sich gebracht haben. Stadtplaner weisen darauf hin, dass solche Auflagen zwar das Angebot an neuem Wohnraum bremsen, zugleich aber eine unkontrollierte Zersiedelung verhindert haben, die heute weit größere Umweltkonflikte auf der Insel auslösen würde.