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Fuerteventura

La Oliva und Pájara haben den teuersten Neubau auf Fuerteventura

Euroinmobiliaria® · · 2 Min. Lesezeit

La Oliva und Pájara haben den teuersten Neubau auf Fuerteventura
Apartamentos con piscina en Corralejo, en el municipio de La Oliva (Fuerteventura). Foto: Andy Mitchell / Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0)

Der Neubaumarkt auf Fuerteventura hat zwei deutliche Spitzen. La Oliva mit Corralejo und Pájara mit Morro Jable und der Halbinsel Jandía bleiben im September 2026 die teuersten Orte der Insel für eine Erstbezugswohnung. In La Oliva führen die Immobilienportale Neubauten mit 3.419 Euro pro Quadratmeter: Eine Wohnung mit 80 Quadratmetern kostet damit rund 273.000 Euro, noch ohne Steuern und Nebenkosten.

Zwei Gemeinden, zwei Geschwindigkeiten

Der Abstand zum Rest der Insel ist groß. In Puerto del Rosario, der Hauptstadt, wird Neubau unter 2.200 Euro pro Quadratmeter angeboten, in Tuineje für etwa 2.500. Die gleiche 80-Quadratmeter-Wohnung kostet in der Hauptstadt also rund 100.000 Euro weniger als in Corralejo. Das ist kein Zufall: Im Norden und im Süden konkurrieren Einheimische mit Zweitwohnungskäufern und ausländischen Kunden, in der Inselmitte kauft vor allem, wer dort lebt und arbeitet.

Warum Corralejo und Jandía die Preise treiben

Corralejo, Costa Calma und Morro Jable bieten genau das, was europäische Käufer suchen: Strand, ganzjährig gutes Wetter, einen Flughafen in der Nähe und eine eingespielte Gemeinschaft aus Deutschen, Italienern, Franzosen und Briten. Viele kaufen, um einige Monate im Jahr dort zu verbringen; andere wollen ein Haus, das als Ferienvermietung, also tageweise an Touristen vermietet, mehr einbringt als ein Dauermietvertrag.

Was das für eine Familie von der Insel bedeutet

Für einen Haushalt mit durchschnittlichem Einkommen ist ein Neubau in La Oliva oder Pájara kaum noch erreichbar. Mieten ist nicht viel leichter: Im Süden kostet eine Wohnung mit zwei Schlafzimmern 800 bis 900 Euro im Monat, und der Einzug mit Kaution und Sicherheiten verschlingt vorab fast 3.000 Euro. Deshalb wohnen viele Hotelangestellte, Pflegekräfte und Lehrer in Gran Tarajal, Antigua oder der Hauptstadt und fahren täglich 60 bis 80 Kilometer. Die Hotels im Süden spüren das: Manche Bewerber lehnen eine Stelle ab, weil sie keinen Schlafplatz finden.

Welche Möglichkeiten bleiben

Der realistischste Weg führt über die Inselmitte und das Landesinnere: Puerto del Rosario, Antigua, Tuineje oder Betancuria bieten moderatere Preise, allerdings um den Preis täglicher Fahrten. Der andere Weg ist der geförderte Wohnungsbau, also Wohnungen mit gedeckeltem Preis für Haushalte unter einer Einkommensgrenze. Der regionale Wohnungsplan sieht knapp 300 geförderte Wohnungen auf Fuerteventura vor, laut Lokalpresse aber keine einzige in Pájara, Tuineje oder Antigua, also genau dort, wo sie am dringendsten fehlen. Zu beobachten bleibt, ob der Cabildo und die Regierung der Kanaren diese Verteilung korrigieren und ob die touristischen Gemeinden der Ferienvermietung Grenzen setzen. Bis dahin gilt eine einfache Faustregel: je weiter weg von Strand und großen Hotels, desto mehr Quadratmeter für dasselbe Geld.