Die Abhängigkeit von der Fähre und dem kleinen Flughafen von Preguiça verteuert jeden Wohnungsbau auf São Nicolau
Eine Insel, die vom Meer und einem kleinen Flugplatz abhängt
Nahezu das gesamte Baumaterial trifft per Fähre ein, ergänzt durch den Flugplatz von Preguiça.
Mehrkosten von bis zu 30 % gegenüber anderen Inseln
Die Materialien können sich gegenüber Inseln mit leistungsfähigeren Häfen um bis zu 30 % verteuern.
Der Containertransport: ein Fixkostenfaktor, der jedes Projekt belastet
Die Fracht eines Containers verursacht zusätzliche Kosten von rund 250.000 CVE.
Ein struktureller Faktor, der den gesamten Immobilienmarkt bestimmt
Diese Abhängigkeit erklärt, warum Bauen auf der Insel teurer ausfällt.
Preguiça, das schmale Tor der Insel
Der Flugplatz von Preguiça mit seiner begrenzten Kapazität ergänzt die Fähre als einzigen Weg für den Wareneingang nach São Nicolau. Bauträger müssen die Ankunft von Materialien, die auf anderen Inseln in wenigen Tagen eintreffen, hier Wochen im Voraus planen. Besonders betroffen sind sperrige Materialien wie Baublöcke, Bewehrungsstahl oder Schreinerarbeiten.
Vergleich mit Inseln mit größerer Hafenkapazität
Bauunternehmer, die auch auf Santiago oder São Vicente tätig sind, sind sich einig, dass die Mehrkosten gegenüber Inseln mit tiefergehenden Häfen bis zu 30 % erreichen können. Dieser Unterschied schlägt sich im Endpreis von Neubauwohnungen nieder und benachteiligt São Nicolau. Manche Bauträger reduzieren den Einsatz importierter Materialien, was jedoch die Art der angebotenen Wohnungen einschränkt.
Der Container: ein fester Posten in jedem Budget
Die Fracht eines Containers verursacht unabhängig vom tatsächlich transportierten Volumen feste Zusatzkosten von rund 250.000 CVE. Das zwingt kleine Bauträger dazu, Bestellungen zu bündeln und mehrere Bauvorhaben gleichzeitig zu planen, um die Mehrkosten zu verteilen. Manche Familien teilen sich einen Container mit Nachbarn, die im gleichen Zeitraum bauen.
Ein Faktor, der auch Investitionen bremst
Bauträger von außerhalb der Insel räumen ein, dass die logistischen Mehrkosten das größte Hindernis für Investitionen auf São Nicolau darstellen. Die Ersparnis beim Bauland löst sich rasch auf, sobald die Endkosten des Bauvorhabens berechnet werden. Die örtlichen Behörden fordern seit Jahren einen Ausbau des Hafens, um diese strukturelle Abhängigkeit zu verringern.



