Freitag 28 de August de 2026 Macaronesia

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Die verlassenen Häuser von Lajedo, sichtbare Narbe der Auswanderung von Flores in die USA und nach Kanada

Euroinmobiliaria® · · 1 Min. Lesezeit

Die verlassenen Häuser von Lajedo, sichtbare Narbe der Auswanderung von Flores in die USA und nach Kanada
Foto: Jules Verne Times Two (julesvernex2.com) / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Ein von Abschied geprägtes Dorf

Lajedo, eine Gemeinde des Landkreises Lajes das Flores mit laut letzter Volkszählung nur 75 Einwohnern, bewahrt in seinen Straßen mehrere verlassene Steinhäuser mit eingestürzten Dächern und seit Generationen versiegelten Türen. Örtliche Immobilienquellen erklären, dass ein Großteil dieser Häuser Familien gehört, die zwischen den 1950er- und 1980er-Jahren in portugiesische Gemeinden in den USA und Kanada ausgewandert sind, vor allem nach Massachusetts, Rhode Island und Ontario.

Verstreute Erben, aufgeschobene Entscheidungen

Da die ursprünglichen Eigentümer in vielen Fällen bereits verstorben sind, ist der Besitz dieser Häuser auf Erben übergegangen, die außerhalb Portugals leben und sich laut Immobilienmaklern der Insel nicht immer einig sind, ob sie verkaufen, sanieren oder den Familienbesitz einfach verschlossen halten sollen. Diese Unentschlossenheit erklärt laut denselben Quellen, warum so viele Häuser in Lajedo jahrelang in einem rechtlichen Schwebezustand bleiben, ohne auf den Markt zu kommen.

Die Rückkehr der Diaspora, eine zaghafte Chance

In den vergangenen Jahren haben einige Nachkommen von Auswanderern begonnen, Lajedo zu besuchen, um wieder eine Verbindung zum Haus ihrer Großeltern herzustellen, und erwägen mitunter dessen Sanierung als Zweitwohnsitz, so Immobilienquellen. Noch handelt es sich um Einzelfälle, die örtliche Agenturen jedoch aufmerksam als möglichen – wenn auch langsamen – Weg beobachten, den Wohnungsbestand der am stärksten entvölkerten Gemeinden neu zu beleben.

Ein Muster, das sich auf der ganzen Insel wiederholt

Die Situation in Lajedo ist kein Einzelfall: Kommunale Quellen aus Lajes das Flores berichten von einem ähnlichen Muster in anderen kleinen Gemeinden des Landkreises, wo die historische Auswanderung mehr Häuser als Einwohner zurückließ. Der Landkreis selbst hat laut historischen Reihen, auf die sich die Kommunalverwaltung beruft, seit Mitte des 20. Jahrhunderts kontinuierlich Bevölkerung verloren.

Zwischen Erinnerung und Markt

Kulturverbände der Insel fordern eine Bestandsaufnahme dieser verschlossenen Häuser und erleichterten Kontakt zwischen ausgewanderten Erben und potenziellen Käufern oder Sanierern, um ihren weiteren Verfall zu verhindern. Immobilienquellen warnen unterdessen, dass jedes Jahr ohne Eingreifen eine spätere Sanierung verteuert und die Chancen verringert, diese Häuser wieder für Wohnzwecke nutzbar zu machen.