Freitag 28 de August de 2026 Macaronesia

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Pico

Die von der Unesco geschützte Weinbaulandschaft von Pico verteuert den ländlichen Wohnraum und bremst den Bau

Euroinmobiliaria® · · 1 Min. Lesezeit

Die von der Unesco geschützte Weinbaulandschaft von Pico verteuert den ländlichen Wohnraum und bremst den Bau
Foto: Franzfoto / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Pico, die zweitgrößte Insel des Archipels und wegen ihres Vulkans die bekannteste, erlebt einen stillen Wandel ihres Immobilienmarktes. Die von der Unesco als Weltkulturerbe anerkannte Weinbaukultur-Landschaft schützt das Netz aus schwarzen Steinmauern (curraletas), das die Insel seit Jahrhunderten prägt, doch genau dieser Schutz begrenzt nun das Wohnungsangebot in einer Zeit wachsender Nachfrage, wie Branchenquellen berichten.

Ein Markt, der von sehr niedrigem Niveau startet

Die Preise auf Pico lagen ursprünglich deutlich unter denen von São Miguel oder Faial, doch die Immobilienportale verzeichnen bereits Jahreszuwächse von nahezu 10 % in den Zonen von Madalena und São Roque do Pico, den beiden wichtigsten Orten der Insel.

Steinhäuser, hoch begehrt bei auswärtigen Käufern

Die alten Basaltsteinhäuser, viele davon historisch mit dem Weinbau verbunden, sind laut befragten Immobilienmaklern zum begehrten Objekt für ausländische Käufer geworden, die einen Zweitwohnsitz suchen oder Projekte im ländlichen Tourismus und Weintourismus entwickeln wollen. Ihre Restaurierung ist jedoch kostspielig und unterliegt strengen Denkmalschutzauflagen.

Der Denkmalschutz als zweischneidiges Schwert

Der Unesco-Schutz verhindert Neubauten in weiten Teilen der Weinbaulandschaft und schränkt Umbauten an bestehenden Gebäuden stark ein, was den landschaftlichen Wert der Insel bewahrt, aber den Wachstumsspielraum des Wohnungsbestands verringert. Die Winzer selbst beklagen, dass die Flächenknappheit auch die Erweiterung ihrer Betriebe erschwert.

Junge Menschen wandern aus, während die Grundstückspreise steigen

Während sich der Wert der mit Wein und Weintourismus verbundenen Grundstücke erhöht, zieht ein Großteil der jungen Inselbevölkerung weiterhin auf der Suche nach Arbeit nach São Miguel oder auf das Festland – ein Kontrast, der die lokalen Erzeugerverbände beunruhigt.

Was die Institutionen vorschlagen

Das regionale Weininstitut sowie die Cámaras Municipais von Madalena und São Roque do Pico prüfen Formeln, die den Schutz der Weinbaulandschaft mit Anreizen zur Sanierung von Wohnraum für dauerhafte Bewohner vereinbar machen, ohne die Unesco-Anerkennung zu gefährden.