Freitag 28 de August de 2026 Macaronesia

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La Graciosa

Der rege Fährverkehr von Órzola verwandelt immer mehr Häuser in Caleta de Sebo in Ferienunterkünfte

Euroinmobiliaria® · · 1 Min. Lesezeit

Der rege Fährverkehr von Órzola verwandelt immer mehr Häuser in Caleta de Sebo in Ferienunterkünfte
Foto: Gerd Eichmann / Wikimedia Commons (CC BY 4.0)

Jeden Morgen legen vom Kai von Órzola im Norden von Lanzarote mehrere Reedereien mit Besuchern beladen in Richtung Caleta de Sebo ab und überqueren El Río, den schmalen Meeresarm zwischen beiden Inseln, in kaum zwanzig Minuten. Die Bucht, in der die Boote anlegen, wird so Tag für Tag zum Eingangstor eines Tagestourismus, der die tatsächliche Bevölkerung von La Graciosa vervielfacht und laut Quellen aus der Immobilienbranche zunehmend auch Spuren auf dem Wohnungsmarkt hinterlässt.

Von der Fahrradtour zur Übernachtung auf der Insel

Die meisten, die von Bord gehen, kehren mit dem letzten Boot am Nachmittag nach Lanzarote zurück, doch ein wachsender Teil entscheidet sich für eine Übernachtung, um am nächsten Tag in Ruhe Playa de las Conchas oder Pedro Barba zu erkunden. Diese Nachfrage nach Übernachtungen hat dazu geführt, dass immer mehr Eigentümer in Caleta de Sebo ihre Häuser auf Plattformen für Ferienvermietung anbieten, angezogen von einer Rendite, die die der langfristigen Wohnraumvermietung deutlich übersteigt.

Ein Angebot, das mit dem Nachbarn konkurriert

Das Ergebnis, so die Immobilienportale, ist, dass ein Großteil des ohnehin knappen Mietwohnungsbestands nicht mehr Einwohnern oder Saisonarbeitern des Dienstleistungssektors angeboten wird, sondern Touristen, die die Wohnung nur wenige Nächte im Jahr benötigen. Auf einer Insel, deren gesamter Wohnungsbestand kaum ein paar hundert Immobilien umfasst, verringert jedes Haus, das in touristische Nutzung übergeht, unmittelbar die Möglichkeiten für alle, die sich dauerhaft niederlassen möchten.

Für das Gewerbe von Caleta de Sebo sind der Tagestourismus und die daraus resultierende Ferienvermietung zugleich der wichtigste Wirtschaftsmotor und ein zusätzlicher Druckfaktor auf einen Wohnungsmarkt, der bereits knapp war, bevor das erste Boot in der Bucht anlegte.