Freitag 28 de August de 2026 Macaronesia

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Boa Vista

Der Mangel an Wohnraum für Bauarbeiter und Kellner treibt die Wohngemeinschaftsmieten in Rabil in die Höhe

Euroinmobiliaria® · · 2 Min. Lesezeit

Der Mangel an Wohnraum für Bauarbeiter und Kellner treibt die Wohngemeinschaftsmieten in Rabil in die Höhe
Foto: Adriao / Wikimedia Commons (CC BY 3.0 / GFDL 1.2 or later)

Arbeitskräfte von auswärts, zu wenig Wohnraum

Die Bauarbeiter kommen von anderen Inseln sowie aus Senegal und Guinea-Bissau, angezogen von höheren Löhnen.

Geteilte Zimmer als Regelfall

Die Miete für ein geteiltes Zimmer liegt bei rund 10.000 CVE pro Person und Monat.

Fertighäuser als Notlösung

Es werden Fertigmodule mit Kosten von etwa 900.000 CVE pro Einheit aufgestellt.

Ein Problem, das mit jedem neuen Projekt wächst

Es werden überbelegte Verhältnisse in gemeinsam genutzten Wohnungen angeprangert.

Ausländische Arbeitskräfte stellen die Mehrheit

Viele der Bauarbeiter und Kellner, die nach Rabil kommen, stammen aus Senegal, Guinea-Bissau und von anderen Inseln Kap Verdes, angezogen von Löhnen, die über denen ihrer Herkunftsorte liegen. Mehrere von ihnen berichten, dass sie nach ihrer Ankunft auf der Insel Wochen gebraucht haben, um eine feste Unterkunft zu finden, und zunächst bei Bekannten oder in improvisierten Wohngemeinschaftszimmern unterkamen. Organisationen zur Unterstützung von Migranten auf Boa Vista weisen darauf hin, dass der Wohnraummangel eines der größten Hindernisse für die Integration dieser Arbeitskräfte darstellt. Einige Bauunternehmen haben inzwischen begonnen, die Suche nach Unterkünften für ihre ausländischen Beschäftigten selbst zu vermitteln.

Geteilte Zimmer als eigenes Geschäftsmodell

Wohnungseigentümer in Rabil haben in der Vermietung von Zimmern an ausländische Arbeitskräfte eine verlässliche Einnahmequelle entdeckt und vermieten inzwischen lieber zimmerweise als ganze Wohnungen. Diese Praxis führt dazu, dass in ein und demselben Haus mitunter mehrere Familien oder nicht miteinander verwandte Arbeitergruppen untergebracht sind. Kommunale Inspektoren räumen ein, dass sich die Wohnverhältnisse in diesen informellen Mietverhältnissen nur schwer kontrollieren lassen. Gewerkschaftsorganisationen fordern eine eigene Regelung, die Mindeststandards für Wohnraum dieser Art von Beschäftigten garantiert.

Fertigmodule zwischen Lösung und Flickwerk

Einige Bauunternehmen haben begonnen, auf Grundstücken in der Nähe der Baustellen Fertigmodule aufzustellen, um ihre Beschäftigten direkt unterzubringen und so unabhängig vom Mietmarkt in Rabil zu werden. Diese Module bieten nach Angaben ihrer Betreiber einfache, aber ausreichende Bedingungen; Gewerkschaften halten sie jedoch nicht für einen Ersatz für eine mittelfristig menschenwürdigere Wohnlösung. Die Câmara Municipal räumt ein, dass sich diese Form der befristeten Unterbringung schneller ausgebreitet hat als erwartet, ohne dass ein klarer rechtlicher Rahmen sie regelt. Einige Stimmen aus der Branche fordern, solche Module strikt auf Übergangslösungen zu beschränken, solange ein dauerhaftes Wohnungsangebot aufgebaut wird.

Überbelegung, ein wiederkehrender Vorwurf

Organisationen zur Verteidigung der Rechte von Arbeitsmigranten haben wiederholt überbelegte Wohnverhältnisse in Rabil angeprangert, mit mehr Bewohnern, als der verfügbare Platz zulässt. Einige der befragten Arbeitskräfte geben zu, sich ein Zimmer mit mehreren Personen zu teilen, um die Miete überhaupt aufbringen zu können. Die Câmara Municipal versichert, häufigere Kontrollen zu prüfen, verweist zugleich aber auf personelle Engpässe, um den gesamten Mietwohnungsbestand abzudecken. Das anhaltende Wachstum neuer Hotelprojekte auf der Insel werde diese Lage weiter verschärfen, warnen Fachleute, sofern nicht ein angemessenes Wohnungsangebot für die Beschäftigten geschaffen wird.