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La Palma verliert 24,5 % der Ferienwohnungen, 53 Wohnungen für Vulkanopfer

Euroinmobiliaria® · · 2 Min. Lesezeit

La Palma verliert 24,5 % der Ferienwohnungen, 53 Wohnungen für Vulkanopfer
Los Llanos de Aridane, en el Valle de Aridane (La Palma). Foto: Schwenn / Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0 de)

Auf La Palma bewegt sich der Wohnungsmarkt in zwei Richtungen zugleich. Das Angebot an Ferienwohnungen (Häuser und Wohnungen, die tageweise an Touristen vermietet werden) ist binnen eines Jahres um 24,5 Prozent gesunken, der stärkste Rückgang auf den Kanaren. Gleichzeitig werden in Los Llanos de Aridane 53 Wohnungen für Familien übergeben oder fertiggestellt, die 2021 ihr Zuhause unter der Lava verloren haben. Beide zeigen auf dasselbe Problem: Im Aridane-Tal fehlt Wohnraum.

Jede vierte Ferienwohnung ist vom Markt

Der Rückgang auf La Palma liegt deutlich über dem kanarischen Durchschnitt von rund 15 Prozent laut Statistikamt ISTAC. Auslöser ist das kanarische Ferienwohnungsgesetz, das seit Dezember 2025 gilt. Auf La Palma, La Gomera und El Hierro dürfen höchstens 20 Prozent der Wohnungen einer Gemeinde touristisch vermietet werden, auf den übrigen Inseln nur 10 Prozent. Viele Eigentümer haben ihre Objekte abgemeldet, weil sie die Anforderungen nicht erfüllen oder sich der Aufwand nicht mehr lohnt.

Fünf Jahre nach dem Vulkan

Der Ausbruch des Tajogaite zerstörte mehr als 1.300 Wohnhäuser in Los Llanos, El Paso und Tazacorte. Fast fünf Jahre später leben noch Hunderte Familien in Container- oder Holzhäusern. Die 53 Wohnungen in Los Llanos mit zwei und drei Schlafzimmern haben 10,3 Millionen Euro gekostet, finanziert von der kanarischen Regierung und gebaut vom Cabildo, und sind für genau diese Familien bestimmt. Das ist ein echter Fortschritt, doch die Warteliste bleibt: Rund 500 Familien erhielten eine Genehmigung zum eigenen Wiederaufbau, viele andere haben noch keine Lösung.

Was sich für die Betroffenen ändert

Für Vulkanopfer, die noch auf ein Zuhause warten, sind diese 53 Wohnungen die erste größere öffentliche Übergabe im Tal seit dem Ausbruch; es lohnt sich zu prüfen, ob man im Betroffenenregister steht und mit welcher Priorität. Wer bisher an Touristen vermietete, muss sich auf ein anspruchsvolleres Geschäft einstellen: weniger Konkurrenz, aber verantwortliche Erklärung und kommunale Grenzen sind Pflicht. Für alle, die eine Wohnung zur Dauermiete suchen, ist die Nachricht zwiespältig. Ein aktueller Bericht beziffert übliche Mieten in Los Llanos auf 600 bis 800 Euro im Monat, doppelt so viel wie vor 2021, und auf den Kanaren sind die normalen Mieten trotz des Abgangs Tausender Ferienobjekte nicht gesunken.

Was zu erwarten ist

Weniger touristisches Angebot garantiert nicht, dass diese Häuser zu Dauermietwohnungen werden: Viele werden verkauft oder bleiben leer. Was den Markt wirklich bewegt, sind öffentliche Bauprojekte. Im Blick behalten sollte man das Tempo bei der Übergabe der 53 Wohnungen und der nächsten Projekte sowie die Mietbeihilfen für Betroffene. Für sie ist der Rat einfach: Unterlagen aktuell halten und beim Cabildo nach den Vergabelisten fragen.