Freitag 28 de August de 2026 Macaronesia

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Fogo

Junge Menschen in São Filipe gefangen zwischen Miete und dem Preis für Bauland

Euroinmobiliaria® · · 2 Min. Lesezeit

Junge Menschen in São Filipe gefangen zwischen Miete und dem Preis für Bauland
Foto: Somada / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Eine Hauptstadt mit knappem Baugrund

São Filipe wächst eingezwängt zwischen der Steilküste und den Hängen des Vulkans.

Preise außerhalb der Reichweite eines lokalen Gehalts

Ein bescheidenes Haus am Stadtrand wird für mehr als 4.500.000 CVE angeboten.

Miete, die verbreitetste Alternative

Die Mieten liegen zwischen 15.000 und 30.000 CVE im Monat, doch das Angebot ist begrenzt.

Auswanderung als Ventil

Viele junge Menschen wandern nach Praia oder ins Ausland aus, bevor sie überhaupt an einen Hauskauf denken.

Eine Stadt ohne Spielraum zum Wachsen

São Filipe erstreckt sich über einen schmalen Landstreifen zwischen der zum Atlantik hin abfallenden Steilküste und den ersten Hängen des Pico do Fogo, wodurch nur sehr wenig ebenes Land für Neubauten zur Verfügung steht. Diese geografische Beschränkung zwingt jede städtische Erweiterung dazu, auf Hanggrundstücke auszuweichen, was den Bau entsprechend verteuert. Die Techniker der Gemeindeverwaltung räumen ein, dass der Spielraum für ein horizontales Wachstum der Hauptstadt praktisch erschöpft ist. Dieser strukturelle Landmangel ist nach übereinstimmender Einschätzung von Immobilienmaklern und örtlichen Behörden die Hauptursache für den anhaltenden Preisanstieg.

Das Gewicht der informellen Wirtschaft

Ein Großteil der jungen Menschen in São Filipe arbeitet im informellen Sektor, ohne festen Vertrag oder regelmäßiges Einkommen, das gegenüber einem Kreditinstitut nachgewiesen werden könnte, was den Zugang zu einem Hypothekarkredit erheblich erschwert. Diese Situation zwingt viele dazu, sich für einen möglichen Hauskauf ausschließlich auf familiäre Ersparnisse oder gelegentliche Überweisungen ausgewanderter Verwandter zu verlassen. Die wenigen auf der Insel präsenten Banken halten an Kreditvergabekriterien fest, die von der lokalen Bevölkerung als streng empfunden werden. Der fehlende Zugang zu formeller Finanzierung ist für viele junge Menschen ein noch größeres Hindernis als der Preis der Immobilie selbst.

Sozialwohnungsprogramme, eine unzureichende Antwort

Die Behörden haben in den vergangenen Jahren Sozialwohnungsprogramme für junge Familien mit begrenzten Mitteln aufgelegt, doch die Zahl der gebauten Einheiten liegt weit unter der in der Gemeinde bestehenden Nachfrage. Die Wartelisten für den Zugang zu diesen Wohnungen ziehen sich über Jahre hin, wie Gemeindeverantwortliche einräumen. Nachbarschaftsverbände fordern einen deutlichen Ausbau dieser Programme sowie erleichterten Zugang zu Bauland für den begleiteten Eigenbau. Bis dahin löst ein Großteil der jungen Menschen in São Filipe seinen Wohnbedarf weiterhin individuell und mit eigenen Mitteln.

Der Vergleich mit Praia

Viele junge Menschen, die aus São Filipe auswandern, entscheiden sich zunächst für die Landeshauptstadt Praia, bevor sie ein Ziel außerhalb des Landes ins Auge fassen, angezogen von einem etwas breiteren Arbeitsplatzangebot und von Mietpreisen, die zwar ebenfalls hoch sind, aber eine größere Auswahl bieten als auf Fogo. Diese Zwischenstufe der Binnenmigration ist zu einem gängigen Muster unter der jungen Inselbevölkerung geworden. Immobilienmakler auf Fogo weisen darauf hin, dass der Vergleich mit Praia zu einem wiederkehrenden Argument für jene geworden ist, die abwägen, ob es sich lohnt, mit dem Kauf auf ihrer Heimatinsel zu warten. Für einen Großteil der jungen Menschen garantieren jedoch weder Praia noch São Filipe heute einen einfachen Zugang zu Wohnraum.