Freitag 28 de August de 2026 Macaronesia

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Maio

Fehlende stabile Wasser- und Stromversorgung bremst den Neubau von Wohnraum in weiten Teilen Maios

Euroinmobiliaria® · · 2 Min. Lesezeit

Fehlende stabile Wasser- und Stromversorgung bremst den Neubau von Wohnraum in weiten Teilen Maios
Foto: Xandu / Wikimedia Commons (Gemeinfrei (CC0))

Begrenzte Versorgungsnetze außerhalb des Stadtkerns

Nur Vila do Maio verfügt über eine relativ stabile Wasser- und Stromversorgung.

Die Mehrkosten der Selbstversorgung

Eine Zisterne kostet etwa 350.000 CVE, eine einfache Solaranlage etwa 600.000 CVE.

Ein Hindernis für die Wohnbauentwicklung

Diese Mehrkosten verteuern das Gesamtbudget eines Hauses um rund 20 %.

Ausstehende öffentliche Investitionen

Der Ausbau der Netze ist Voraussetzung für jeden ernstzunehmenden Plan zur Wohnbauexpansion.

Calheta und Morro, die am stärksten betroffenen Ortschaften

Außerhalb von Vila do Maio verzeichnen Orte wie Calheta und Morro die häufigsten und längsten Stromausfälle, besonders während der Saison mit dem höchsten touristischen Verbrauch. Viele Familien haben sich dafür entschieden, Dieselgeneratoren mit häuslichen Solarpaneelen zu kombinieren, um nicht ausschließlich vom öffentlichen Netz abhängig zu sein. Die Anwohner berichten von Stromausfällen, die sich mitunter über mehrere Tage hinziehen. Die mangelnde Kontinuität der Versorgung erschwert zudem die Haltbarkeit von Lebensmitteln und den Betrieb kleiner örtlicher Geschäfte.

Bauunternehmen, die Selbstversorgung bereits einplanen

Mehrere kleine Bauunternehmen der Insel haben begonnen, Pakete anzubieten, die Zisterne und Solaranlage bereits in die ursprüngliche Planung des Hauses integrieren, statt sie später als Umbau nachzurüsten. Wie sie erklären, senkt diese gemeinsame Planung die letztlichen Mehrkosten etwas gegenüber dem getrennten Einbau beider Systeme nach Fertigstellung des Baus. Dennoch räumen sie ein, dass die anfängliche Ausgabe einkommensschwächere Familien weiterhin abschreckt, die sich für einen Bau in Etappen entscheiden und die Installation der Solaranlage aufschieben.

Das Beispiel anderer Inseln des Archipels

Auf Inseln wie Boa Vista beschleunigte sich der Ausbau des Stromnetzes in aufstrebende touristische Zonen dank Vereinbarungen zwischen dem Staat und privaten, mit dem Hotelsektor verbundenen Betreibern. Auf Maio, ohne eine touristische Entwicklung vergleichbaren Ausmaßes, lässt sich diese Art von Vereinbarung schwerer wiederholen, sodass der Netzausbau fast vollständig vom kommunalen und insularen öffentlichen Haushalt abhängt.

Fristen, die sich ohne festes Datum hinziehen

Quellen aus der Gemeindeverwaltung räumen ein, dass technische Studien zur Ausweitung des Wasser- und Stromnetzes auf die Ortschaften im Inselinneren vorliegen, dass jedoch noch kein Umsetzungsplan festgelegt wurde. Die Abhängigkeit von externer Finanzierung und die Priorität, die anderen Infrastrukturen der Insel eingeräumt wird, verzögern das Projekt Jahr für Jahr. Bis dahin muss jede Familie, die sich für einen Bau außerhalb des Stadtkerns von Vila do Maio entscheidet, davon ausgehen, dass die energetische und hydrische Selbstversorgung vorerst die einzige reale Option bleibt.