Die Baukosten auf São Jorge steigen rasant wegen der Abhängigkeit vom Seetransport aus Faial und Pico
Alles kommt per Schiff
Nahezu das gesamte Baumaterial erreicht die Insel über Häfen wie Vila do Topo, nach einer Überfahrt von Faial und Pico.
Verzögerungen, die sich in Mehrkosten niederschlagen
Ausfälle wegen schweren Seegangs zwingen dazu, Vorräte frühzeitig anzulegen.
Der Lufttransport, eine teure Alternative
Er kommt nur für einzelne Bauteile infrage, nicht für große Baumengen.
Eine alte Forderung der Insel
Gefordert werden dichtere Takte und mehr Kapazität auf den Seeverbindungen nach Faial und Pico.
Vila do Topo und Calheta, die Seetore der Insel
Der größte Teil des Baumaterials, das São Jorge erreicht, wird über die Häfen von Vila do Topo und Calheta angelandet, nach einer Überfahrt von Faial und Pico, die sich je nach Seegang verlängern kann. Die örtlichen Bauunternehmer beschreiben eine auf Kante genähte Logistik, bei der jede Verzögerung auf der Überfahrt unmittelbar auf den Zeitplan der laufenden Bauvorhaben durchschlägt, insbesondere bei den größeren Projekten.
Monate im Voraus einlagern, die einzige Methode, die funktioniert
Angesichts des unregelmäßigen Schiffsverkehrs sind die Bauträger der Insel dazu übergegangen, Vorräte an Zement, Stahl und anderen schweren Materialien mehrere Monate im Voraus anzulegen. Diese Vorsorge verteuert die Finanzierungskosten jedes Projekts, da über lange Zeiträume Kapital in Lagerbeständen gebunden wird, ein Aufwand, der am Ende auf den Verkaufspreis der fertigen Wohnung umgelegt wird.
Ein Problem, das Pico, Faial und Corvo teilen
Das Phänomen betrifft nicht allein São Jorge. Inseln wie Pico, Faial oder Corvo, die zur selben zentralen Inselgruppe der Azoren gehören, sehen sich mit ähnlichen Verteuerungen konfrontiert, die aus ihrer Abhängigkeit vom Seetransport zwischen den Inseln resultieren, wenngleich das Ausmaß je nach Umschlagvolumen des jeweiligen Hafens und Frequenz der verfügbaren Verbindungen variiert.
Bauunternehmer fordern von der Regionalregierung eine strukturelle Antwort
Die Unternehmensverbände der Insel haben der Regionalregierung der Azoren die Notwendigkeit übermittelt, Frequenz und Kapazität der Seeverbindungen nach Faial und Pico auszubauen, und betrachten diese Verbindung als wesentliche Infrastruktur für den Wohnungsbau und nicht allein für die Personenbeförderung. Bislang dauert es Jahre, bis sich angekündigte Verbesserungen in einem tatsächlichen Zuwachs an Frachtkapazität niederschlagen.



