Freitag 28 de August de 2026 Macaronesia

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Bangaeira ersteht auf der Lava neu: Der Wiederaufbau bringt Wohnhäuser nach Chã das Caldeiras zurück

Euroinmobiliaria® · · 2 Min. Lesezeit

Bangaeira ersteht auf der Lava neu: Der Wiederaufbau bringt Wohnhäuser nach Chã das Caldeiras zurück
Foto: Torbenbrinker / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Die Rückkehr in das Calderabecken

Die Bevölkerung von Chã das Caldeiras liegt heute wieder in der Größenordnung wie vor dem Ausbruch.

Neue Häuser auf frischer Lava

Ein einfaches Wiederaufbauhaus kostet etwa 1.800.000 CVE.

Die Kosten des Wiederaufbaus auf vulkanischem Boden

Das Material muss per Lastwagen vom Hafen heraufgebracht werden, was den Bau um 20 bis 30 Prozent verteuert.

Zwischen staatlicher Hilfe und Eigenbau

Ein Großteil der neuen Wohnhäuser wird ohne technischen Bauplan und ohne geregelten Eigentumstitel errichtet.

Der Ausbruch, der das Calderabecken entvölkerte

Der Ausbruch des Pico do Fogo Ende 2014 und Anfang 2015 bedeckte einen Großteil von Chã das Caldeiras mit Lava und zwang praktisch alle Bewohner zur Evakuierung nach São Filipe und in andere Ortschaften der Insel. Viele Familien verbrachten mehrere Jahre in provisorischen Unterkünften, während sie auf die Genehmigung zur Rückkehr in das Calderabecken warteten. Die Verbundenheit mit dem Land, dem Weinanbau und der vulkanischen Landschaft selbst wog bei der Entscheidung zur Rückkehr schwerer als das Risiko. Für einen Großteil der Bewohner war Chã das Caldeiras nie aufgehört, ihr einziger Bezugspunkt für Zuhause zu sein.

Unterstützung durch internationale Zusammenarbeit

Ein Teil des Wiederaufbaus wurde mit Hilfe portugiesischer und luxemburgischer Kooperationsorganisationen finanziert, hinzu kamen punktuelle Beiträge der Fogo-Diaspora in den Vereinigten Staaten. Diese Mittel dienten vor allem dazu, die neuen Häuser mit grundlegender Infrastruktur wie Wassertanks und Solarpaneelen auszustatten. Dennoch räumen die Anwohner selbst ein, dass der Großteil der Wiederaufbauleistung auf familiären Ersparnissen und gegenseitiger Hilfe unter Verwandten beruht. Die Gemeindebehörden von São Filipe betonen, dass die ausländische Zusammenarbeit auch in den kommenden Jahren notwendig bleiben wird.

Wieder leben im Schatten des Vulkans

Wer zurückgekehrt ist, begründet die Entscheidung mit der Verbundenheit zum Weinanbau und dem Fehlen vergleichbarer wirtschaftlicher Alternativen außerhalb des Calderabeckens. Die vulkanische Landschaft selbst, heute eine touristische Attraktion, bietet zudem eine zusätzliche Einkommensquelle durch lokale Bergführer und ländliche Unterkünfte. Manche geben zu, in Nächten mit erhöhter, vom Observatorium der Insel registrierter seismischer Aktivität nur unruhig zu schlafen. Dennoch hat der Alltag in Chã das Caldeiras einen Großteil seines Rhythmus von vor dem Ausbruch zurückgewonnen.

Eine Zukunft, geprägt vom Vulkanrisiko

Die kapverdischen Behörden halten die Debatte offen, ob Neubauten in bestimmten, als besonders gefährlich eingestuften Zonen des Calderabeckens eingeschränkt werden sollten. Vulkanologen betonen, dass ein künftiger Ausbruch ein ähnliches Muster wie 2014 wiederholen könnte, mit nur geringem Vorwarnzeitraum. Angesichts dieser Unsicherheit gibt es noch keine speziell auf das Vulkanrisiko zugeschnittene und für die Familien von Chã das Caldeiras zugängliche Versicherung. Das Zusammenleben mit dem Vulkan bleibt für die meisten eher eine Frage der Gewohnheit als der Risikokalkulation.