Freitag 28 de August de 2026 Macaronesia

euroinmobiliaria®
Pico

Die Abhängigkeit von der Fähre nach Faial und São Jorge verteuert jeden gebauten Quadratmeter auf Pico

Euroinmobiliaria® · · 2 Min. Lesezeit

Die Abhängigkeit von der Fähre nach Faial und São Jorge verteuert jeden gebauten Quadratmeter auf Pico
Foto: JopkeB / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Eine Insel, die für den Bau auf das Meer angewiesen ist

Die gesamte Insel ist für Baumaterialien auf den Seetransport von Faial und São Jorge angewiesen.

Die Auswirkungen auf Fristen und Budgets

Wetterbedingte Zwischenfälle können ganze Bauvorhaben verzögern und die Lagerkosten in die Höhe treiben.

Materialien, die nicht auf der Insel hergestellt werden

Zement, Stahl und industriell gefertigte Schreinerarbeiten kommen aus Faial oder dem übrigen Archipel.

Ein Faktor, der bei jeder Kauf- oder Bauentscheidung mitwiegt

Die logistischen Mehrkosten erklären, warum sich viele Käufer eher für eine Sanierung als für einen Neubau entscheiden.

Der Seetransport, ein strukturelles Problem der kleineren Inseln

Die Situation auf Pico ist kein Einzelfall innerhalb des azorischen Archipels: Inseln wie Faial, Graciosa oder Corvo stehen vor ähnlichen Einschränkungen bei der Materialversorgung. Pico sticht jedoch durch das Volumen an Neubauten und Sanierungen hervor, das sich in Orten wie Madalena, São Roque und Lajes do Pico konzentriert, was die Auswirkungen jeder Verzögerung im Seetransport vervielfacht. Örtliche Bauunternehmer schätzen, dass die Abhängigkeit von einer einzigen Versorgungsroute den vorgesehenen Fristen eines üblichen Projekts zwei bis vier zusätzliche Wochen hinzufügen kann.

Vor dem Bauen lagern, die übliche Strategie

Angesichts der Unsicherheit bei den Lieferungen entscheiden sich viele Bauunternehmen dafür, Material Monate im Voraus zu bevorraten, was den Besitz von Hallen oder Grundstücken erfordert, die ausschließlich der Lagerung dienen. Diese logistischen Mehrkosten schlagen sich anschließend im Endbudget des Bauvorhabens nieder und erklären teilweise, warum der gebaute Quadratmeter auf Pico teurer ausfällt als auf Inseln mit direkterer Anbindung an das portugiesische Festland. Manche Bauträger führen diesen Posten inzwischen als eigenen Punkt in ihren Kalkulationen auf, damit der Käufer den Ursprung der Mehrkosten nachvollziehen kann.

Der Hafen von Madalena, kritischer Eingangspunkt

Der Großteil der Ladung, die von Faial und São Jorge auf die Insel gelangt, wird im Hafen von Madalena gelöscht, dessen Kapazität in den Monaten stärkster Bautätigkeit mitunter überlastet ist. Hafenbetreiber räumen ein, dass ein Ausbau der Anlagen die Anlieferung größerer Materialmengen mit weniger Zwischenstopps erleichtern würde, auch wenn ein solches Vorhaben öffentliche Investitionen und mehrere Jahre an Verwaltungsverfahren erfordern würde. Bis dahin passt die Baubranche ihre Zeitpläne weiterhin an die tatsächliche Verfügbarkeit des Seetransports an.

Die Sanierung gewinnt gegenüber dem Neubau an Boden

Angesichts dieser Mehrkosten entscheiden sich immer mehr Eigentümer dafür, bestehende Häuser aus Basaltstein zu sanieren, anstatt von Grund auf neu zu bauen, da sich ein Großteil der ursprünglichen Struktur weiterverwenden lässt und sich so die zu importierende Materialmenge verringert. Dieser Trend kommt besonders den historischen Ortskernen von Lajes do Pico und São Roque zugute, wo der Altbaubestand groß ist. Fachleute der Branche sind sich einig, dass dies der wichtigste Wachstumsweg des Marktes bleiben wird, solange sich die Verkehrsanbindung der Insel nicht verbessert.