Yaiza erschöpft das Bauland in Playa Blanca und stößt an die Grenzen, die der Cabildo dem Neubau setzt
Playa Blanca, der bevölkerungsreichste Ort der Gemeinde Yaiza, erlebt einen zunehmend sichtbaren Widerspruch: Die Nachfrage nach Wohnraum wächst unaufhörlich, doch das verfügbare Bauland geht zur Neige. Laut Quellen aus der Immobilienbranche entfällt ein Großteil der derzeit in der Region vermarkteten Bauprojekte auf die letzten noch ausstehenden Bauabschnitte von Teilbebauungsplänen, die vor mehr als einem Jahrzehnt genehmigt wurden, und es steht praktisch kein neu auszuweisendes Bauland mehr zur Verfügung.
Der Inselraumordnungsplan setzt die Grenze
Der Inselraumordnungsplan von Lanzarote, den der Cabildo von Lanzarote verwaltet, legt Obergrenzen für das städtebauliche Wachstum und die Zahl der touristischen Betten fest, die Yaiza an seinem Küstenstreifen bereits praktisch ausgeschöpft hat. Befragte Fachleute erklären, dass jede nennenswerte Erweiterung der Bauflächen in Playa Blanca eine Überarbeitung dieser Inselplanung erfordern würde – ein Prozess, der sich auf Lanzarote als langwierig erwiesen hat und stark von Einsprüchen und Widerspruchsverfahren abhängt.
Bauträger und Gemeindeverwaltung fordern Spielraum
Von Seiten der Bauträgerbranche wird gefordert, die Vorschriften zu lockern, um veraltete touristische Betten durch Wohnraum ersetzen zu können – eine Formel, die an anderen Orten der Kanarischen Inseln bereits erprobt wurde. Kommunale Quellen aus Yaiza räumen ein, dass die Gemeindeverwaltung diesem Weg positiv gegenübersteht, da er die Schaffung von Wohnraum ermöglichen würde, ohne neues unberührtes Land ausweisen zu müssen – ein besonders sensibles Thema in einer Gemeinde mit einer landschaftlich äußerst wertvollen Küste.
Steigende Preise, während über die Zukunft des Baulands entschieden wird
Während die Debatte über die Regelung noch andauert, steigen die Preise für Neubauwohnungen in Playa Blanca laut den Immobilienportalen weiter – angetrieben von einer Nachfrage, die ausländische Käufer, Investoren und Einheimische umfasst, die im Tourismussektor des Inselsüdens arbeiten. Das Ergebnis ist eine wachsende Spannung zwischen der Notwendigkeit, das städtebauliche Wachstum einzudämmen, und dem Anspruch, denjenigen, die bereits in der Region leben und arbeiten, bezahlbaren Wohnraum zu bieten.



