Vila Franca do Campo forciert die Sanierung seiner traditionellen Häuser gegen den Verfall
Jahrhundertealte Häuser erwachen zu neuem Leben
Der traditionelle Häuserbestand verfiel zusehends, vor allem dort, wo Häuser von Auswanderern nach Nordamerika vererbt wurden.
Von der verschlossenen Garage zum Ferienhaus
Ein saniertes Haus in der Nähe des Largo de Bento de Goês lässt sich zu einem guten Preis an Touristen vermieten.
Die Herausforderung, die ursprüngliche Architektur zu bewahren
Bürgerinitiativen fordern, dass die Sanierungsförderung den traditionellen Charakter erhält.
Ein Aufschwung, von dem auch die Einheimischen profitieren
Auch junge Familien aus der Gemeinde sanieren geerbte Häuser, um selbst darin zu wohnen.
Ein von der Auswanderung nach Nordamerika geprägtes Erbe
Ein Großteil der jahrhundertealten Häuser von Vila Franca do Campo gehört Familien, die im vergangenen Jahrhundert in die Vereinigten Staaten und nach Kanada ausgewandert sind und die Gebäude über lange Zeiträume verschlossen zurückließen. Der fortschreitende Verfall dieser Häuser erklärt sich sowohl aus der Entfernung als auch aus den hohen Kosten, sie vom Ausland aus bewohnbar zu halten. Erst in den vergangenen Jahren hat sich ein bedeutender Teil dieser Familien entschieden, in ihre Wiederherstellung zu investieren.
Der Largo de Bento de Goês als Maßstab
Rund um den Largo de Bento de Goês häufen sich einige der sichtbarsten Sanierungen der Gemeinde, mit restaurierten Fassaden, die touristische und wohnliche Nutzung verbinden. Händler aus der Umgebung heben hervor, dass die Instandsetzung dieser Häuser dem historischen Zentrum selbst neuen Schwung verliehen hat. Die Verbindung von architektonischem Erbe und touristischer Aktivität macht dieses Umfeld zu einem Vorbild, dem andere Viertel der Gemeinde nachzueifern versuchen.
Vergleich mit Ponta Delgada
Gegenüber dem schnelleren und mitunter weniger sorgfältigen Sanierungstempo, das in der Hauptstadt von São Miguel zu beobachten ist, geht Vila Franca do Campo behutsamer vor, teils wegen des geringeren verfügbaren Investitionsvolumens. Fachleute der Gemeindeverwaltung sind der Auffassung, dass diese Langsamkeit zwar die Zahl der Maßnahmen begrenzt, dafür aber eine bessere Kontrolle über das Ergebnis jeder einzelnen Sanierung erlaubt.
Die Debatte über öffentliche Fördermittel
Bürgerinitiativen bestehen darauf, dass jede Förderlinie für Sanierungen an die Bewahrung originaler Bauelemente geknüpft sein sollte, etwa Steinmetzarbeiten, Balkone oder traditionelle Dächer. Manche Eigentümer fordern hingegen mehr Spielraum, um die Gebäude an moderne touristische Nutzungen anzupassen. Das Gleichgewicht zwischen beiden Positionen steht im Mittelpunkt eines Großteils der Diskussionen um die kommunale Sanierungspolitik.



