Die Sanierung der traditionellen weißen Häuser wird zum großen Immobilientrend auf Graciosa
Ein Stadtbild, das erhalten werden soll
Graciosa, bekannt als die weiße Insel, bewahrt in seiner Vila ein Ensemble traditioneller weiß getünchter Häuser.
Sanieren statt bauen
Nahezu alle Geschäfte betreffen diese Art von Immobilien, während Neubauten nahezu symbolisch bleiben.
Die tatsächlichen Kosten für den Erhalt der weißen Fassade
Die Bewahrung des traditionellen Erscheinungsbilds verteuert die Renovierungen gegenüber einer gewöhnlichen Sanierung.
Auch ein touristischer Anreiz
Einige sanierte Häuser sind schließlich als touristische Unterkunft geendet.
Die Vila von Santa Cruz da Graciosa als Referenz
Der Ortskern von Santa Cruz da Graciosa weist die höchste Dichte dieser weiß getünchten Häuser auf, mit Fassaden, die weißen Kalk mit sichtbaren Elementen aus Basaltstein kombinieren – ein Kontrast, der zum Markenzeichen der Insel geworden ist. Architekten, die in der Region tätig sind, weisen darauf hin, dass eine Restaurierung unter Wahrung dieser Gestaltungsregeln spezialisierte Fachkräfte erfordert, die auf einer Insel mit nur wenigen Tausend Einwohnern zunehmend knapp werden. Der Mangel an Steinmetzen und Baumeistern, die in traditionellen Techniken ausgebildet sind, verteuert und verlängert die Renovierungsfristen.
Familien, die zur Sanierung zurückkehren
Ein Großteil der Kaufgeschäfte betrifft Nachkommen von Auswanderern, die sich entscheiden, das Familienhaus zurückzugewinnen, bevor es weiter verfällt – oft mit der Absicht, dort nur einige Wochen im Jahr zu verbringen. Bewohner der Vila betonen, dass diese Entwicklung dazu beigetragen hat, Immobilien zu retten, die jahrzehntelang verschlossen waren, bedauern aber, dass sich das nicht immer in ganzjährig ansässiger Bevölkerung niederschlägt. Die Câmara Municipal hat begonnen, ein Register der sanierten Häuser zu führen, um das tatsächliche Ausmaß des Phänomens zu erfassen.
Kommunale Beihilfen für die traditionelle Sanierung
Die Gemeindeverwaltung von Santa Cruz da Graciosa bietet technische und in bestimmten Fällen auch finanzielle Unterstützung für alle, die sich für den Erhalt der weißen Fassade und der originalen Elemente entscheiden, statt günstigere, aber weniger stilgerechte Lösungen zu wählen. Verantwortliche der Gemeinde betonen, dass Graciosa seine touristische Anziehungskraft gerade dem Erhalt dieses Stadtbilds verdankt und dass der Verlust dieses Charakters teurer käme als die Fortführung der aktuellen Förderungen.
Touristische Unterkünfte, zwischen Chance und Risiko
Mehrere sanierte Häuser sind schließlich zu kleinen touristischen Unterkünften geworden – ein Modell, das es erlaubt, die Investition der Sanierung rentabel zu machen, aber auch gewisse Vorsicht unter den Bewohnern weckt, die befürchten, dass Graciosa im kleineren Maßstab die Entwicklung anderer Inseln des Archipels wiederholen könnte. Vorerst bleibt das Phänomen begrenzt, angesichts der geringen Zahl an Unterkunftsplätzen und der eingeschränkten Transportkapazität zur Insel.



