Die Regionalregierung der Azoren prüft neue Wohnbeihilfen, um die Entvölkerung Corvos zu bremsen
Die Insel mit den wenigsten Einwohnern der Azoren
Der Erhalt der Bevölkerung gilt als strategische Frage für den Archipel.
Wohnbeihilfen als Instrument zur Bevölkerungsbindung
Es werden Förderlinien für Kauf oder Sanierung mit einer Mindestwohnsitzverpflichtung erwogen.
Abstimmung mit der Gemeinde
Die Gemeindeverwaltung bringt ihre Ortskenntnis und konkrete Projekte ein.
Ergebnisse stehen noch aus
Jede Bremsung des Bevölkerungsrückgangs gilt angesichts der Lage der Insel bereits als Erfolg.
Die kleinste Insel des Archipels
Corvo, mit kaum einigen Hundert Einwohnern die kleinste und am dünnsten besiedelte Insel des gesamten azorischen Archipels, prägt mit dieser Eigenschaft jede für sie entworfene öffentliche Politik. Die Regionalregierung ist der Ansicht, dass ein weiterer Bevölkerungsverlust die Tragfähigkeit grundlegender Dienstleistungen wie Schule oder Gesundheitszentrum gefährden würde, die ohnehin schon auf die Größe der Gemeinschaft zugeschnitten sind. Deshalb wird jede Wohnungsmaßnahme mit einem Ziel verfolgt, das über das rein Wohnungsbezogene hinausgeht.
Ein bereits auf anderen Randinseln erprobter Ansatz
Modelle der Wohnbeihilfe, die an eine Mindestwohnsitzverpflichtung geknüpft sind, wurden zuvor bereits auf anderen von Entvölkerung betroffenen azorischen Inseln wie Santa Maria oder Flores angewandt, mit unterschiedlichen Ergebnissen. Die Regionalregierung der Azoren nimmt diese Erfahrungen als Ausgangspunkt für die Gestaltung des Programms für Corvo und passt es an den viel kleineren Maßstab dieser Insel an. Die Fachleute räumen ein, dass die genaue Wiederholung desselben Modells angesichts der geringen Ausgangsbevölkerung nicht dasselbe Ergebnis garantiert.
Die Herausforderung, dass die Beihilfen zu tatsächlichen Bewohnern führen
Eine der von den kommunalen Fachleuten genannten Hauptherausforderungen besteht darin zu verhindern, dass die Beihilfen letztlich Zweitwohnsitzen zugutekommen, die nur wenige Wochen im Jahr genutzt werden, statt wirksam Bevölkerung zu binden. Dazu werden Kontrollmechanismen für den gewöhnlichen Wohnsitz geprüft, ähnlich denen anderer regionaler Programme. Die Gemeindeverwaltung von Corvo besteht darauf, dass jede noch so bescheidene Bremsung des demografischen Rückgangs der Insel angesichts des extremen Kontexts, in dem sich die Insel befindet, als positives Ergebnis gelten muss.



