Porto Santo erschöpft das verfügbare Bauland in seinem einzigen großen Siedlungsgebiet
Mit nur rund 42 km² konzentriert sich fast die gesamte Wohnbautätigkeit auf das Gebiet um Vila Baleira.
Eine Insel, eine einzige große Baulandreserve
Die gesamte Nachfrage konkurriert um denselben begrenzten Raum.
Schutzgebiete, die dem Druck nicht standhalten können
Ein Großteil des Hinterlandes steht wegen seines landschaftlichen Werts unter Schutz.
Begrenzte Bauhöhe, garantierter Preisdruck
Die Vorschriften begrenzen die Bauhöhe, ohne Spielraum, dies durch höhere Dichte auszugleichen.
Eine Geografie, die Grenzen setzt
Porto Santo ist die kleinste bewohnte Insel des Madeira-Archipels, und ihr Relief lässt zusammen mit dem Schutz eines Großteils der Küste und des gebirgigen Hinterlandes nur sehr wenig Raum für städtisches Wachstum. Anders als auf Madeira, wo sich die Entwicklung auf mehrere Concelhos verteilen kann, lastet hier der gesamte Druck auf einer einzigen Gemeinde. Diese geografische Lage macht jede Entscheidung zur Stadtplanung zu einer besonders heiklen Angelegenheit. Raumplaner sind der Ansicht, dass die Insel bereits einen Punkt erreicht hat, an dem der Handlungsspielraum minimal ist.
Vila Baleira, ein Zentrum, das nicht weiter wachsen kann
Der Ortskern von Vila Baleira vereint praktisch die gesamte Wohn-, Handels- und Dienstleistungstätigkeit der Insel, was zu einer sehr intensiven Nutzung der verfügbaren Flächen in seiner unmittelbaren Umgebung geführt hat. Eine Erweiterung des Ortskerns ins Hinterland stößt auf Flächen, die wegen ihres landschaftlichen oder landwirtschaftlichen Werts geschützt sind. Diese Situation zwingt dazu, jede neue Entwicklung als Ersatzbau oder Nachverdichtung innerhalb des bereits bebauten Gebiets zu planen. Die Gemeindeverwaltung räumt ein, dass die Möglichkeiten einer räumlichen Ausdehnung des Ortskerns zunehmend begrenzt sind.
Der Umweltwert als Grenze und als Aktivposten
Ein Großteil der touristischen Anziehungskraft Porto Santos beruht gerade auf der Erhaltung seiner Naturlandschaften, wodurch der Umweltschutz zugleich zu einer Grenze für die Entwicklung und zu einem zentralen wirtschaftlichen Aktivposten für die Insel wird. Die Regionalbehörden betonen, dass ein Verzicht auf diesen Schutz zugunsten von mehr Bauland mittelfristig kontraproduktiv wäre. Lokale Umweltorganisationen befürworten die Beibehaltung der bestehenden Beschränkungen, selbst auf Kosten eines begrenzten Wohnungsangebots. Dieses Gleichgewicht zwischen Erhalt und Flächenbedarf bleibt zwischen den verschiedenen Interessengruppen der Insel weiterhin umstritten.
Preisdruck ohne Ausweg in Sicht
Da das Bauland praktisch erschöpft ist und keine Erhöhung der zulässigen Maximalhöhe absehbar ist, sind sich Branchenanalysten einig, dass die Immobilienpreise in Porto Santo weiterhin nachhaltig steigen werden. Einige Bauträger schlagen Sanierung und moderate Nachverdichtung innerhalb des bestehenden Ortskerns als einzig realistischen Weg vor, um das Angebot zu erhöhen. Andere sind der Meinung, die Insel müsse akzeptieren, dass ihr Immobilienmarkt strukturell klein und teuer bleiben wird. Unterdessen wächst die Nachfrage weiter auf einen Wohnungsbestand, der kaum noch wachsen kann.



