Freitag 28 de August de 2026 Macaronesia

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Madeira

Der Naturpark Madeira und das Levada-Netz begrenzen, wo auf der Insel gebaut werden darf

Euroinmobiliaria® · · 1 Min. Lesezeit

Der Naturpark Madeira und das Levada-Netz begrenzen, wo auf der Insel gebaut werden darf
Foto: Björn Lorenzen / Wikimedia Commons (gemeinfrei)

Eine Insel mit wenig verfügbarem Bauland

Ein Großteil der Landesfläche im Inselinneren ist als Teil des Naturparks Madeira ausgewiesen.

Die Levadas, hydraulisches Erbe mit gesetzlicher Dienstbarkeit

Die an die Levadas angrenzenden Grundstücke unterliegen Dienstbarkeiten, die die Bebauung einschränken.

Knappes Bauland, steigende Preise

Der strukturelle Mangel an erschließbarem Bauland unterscheidet Madeira von anderen portugiesischen Regionen.

Spannungsfeld zwischen Naturschutz und Wohnraumbedarf

Diskutiert wird eine punktuelle Überarbeitung der Siedlungsgrenzen gegenüber dem Schutz des Lorbeerwaldes (Laurisilva).

Ein Schutzregime mit jahrzehntelanger Gültigkeit

Der 1982 ausgewiesene Naturpark Madeira hat seine Grenzen in mehreren Überarbeitungen im Zusammenhang mit dem Schutz des Lorbeerwaldes, eines Unesco-Welterbes, verschärft. Jede Erweiterung des Siedlungsgebiets erfordert vorherige Gutachten der Secretaria Regional do Ambiente. Die Gemeinden Santana und São Vicente, mit dem größten Anteil an Berggebiet, stellen die meisten Anträge auf Überarbeitung. In den meisten Fällen bleibt die ursprüngliche Einstufung bestehen.

Die portugiesische Region mit den meisten Schutzgebieten

Madeira weist im Verhältnis mehr unter Umweltschutz stehende Fläche auf als jede andere Region Portugals. Diese Besonderheit erklärt, warum der Preis für Bauland in der Regel über dem nationalen Durchschnitt liegt. Lokale Projektentwickler vergleichen die Situation mit den Azoren, die ein weniger schroffes Relief und mehr Spielraum für städtisches Wachstum aufweisen.

Projektentwickler fordern Grenzüberprüfung in einzelnen Gebieten

Mehrere Bauträger von der Nordküste haben die Gemeindeverwaltungen aufgefordert, die Siedlungsgrenzen bei Grundstücken zu überprüfen, die bereits in der Nähe bestehender Ortskerne liegen. Sie argumentieren, dass eine selektive Überarbeitung auf bereits degradiertem Boden den primären Lorbeerwald nicht gefährden würde. Örtliche Umweltverbände lehnen den Vorschlag ab, weil sie befürchten, dass sich die Ausnahme verallgemeinern könnte.

Bergfamilien ohne Spielraum für den Ausbau ihrer Wohnung

In Gemeinden wie Ribeira Brava oder Boaventura können Familien mit geerbten Grundstücken innerhalb des Parks weder ihr Familienhaus erweitern noch für ihre Kinder bauen. Die Junta de Freguesia leitet diese Beschwerden an die Regionalregierung weiter, die in begründeten Fällen Modelle für einen Flächenausgleich prüft. Bislang gibt es keinen spezifischen Mechanismus, der diese Situationen löst.