Die Nähe zum goldenen Strand sorgt bei Wohnimmobilien in Porto Santo für Preisunterschiede von bis zu 40 Prozent
Der neun Kilometer lange Strand von Porto Santo dient als wichtigstes Bewertungskriterium für Immobilien in der Gemeinde.
Ein sehr eng begrenzter Streifen konzentriert die Nachfrage
Die Nachfrage konzentriert sich auf den Abschnitt, der Vila Baleira am nächsten liegt.
Zweitwohnsitze, die nur wenige Wochen im Jahr genutzt werden
Überwiegend Eigentümer aus Madeira und vom Festland, die eine Sommernutzung suchen.
Eine endliche Ressource gegenüber einer Nachfrage, die es nicht ist
Die bebaubaren Küstenflächen gegenüber dem Sandstrand sind praktisch erschöpft.
Eine vom Sommertourismus abhängige Insel
Die Wirtschaft von Porto Santo dreht sich größtenteils um die Sommermonate, wenn sich die Bevölkerung durch die Ankunft von Besuchern aus Madeira und vom portugiesischen Festland vervielfacht. Diese ausgeprägte Saisonalität prägt auch den Immobilienmarkt, auf dem sich die Nachfrage eher auf den Kauf von Zweitwohnsitzen als auf dauerhaft bewohnten Wohnraum konzentriert. Außerhalb der Hochsaison bleibt ein Großteil der strandnahen Wohnungen monatelang geschlossen. Dieses saisonale Muster erklärt, warum die Rentabilität durch Ferienvermietung bei der Bewertung der Immobilien so stark ins Gewicht fällt.
Der Kontrast zu den Preisen auf Madeira
Trotz ihrer geringeren Größe und des Fehlens eines mit Funchal vergleichbaren kulturellen Angebots können Immobilien am Strand von Porto Santo Preise erreichen, die denen touristischer Gebiete Madeiras ähneln oder sie sogar übersteigen. Immobilienmakler führen dieses Paradox auf die Einzigartigkeit des Strandes selbst zurück, der im gesamten Madeira-Archipel seinesgleichen sucht. Der Vergleich zwischen beiden Inseln ist zu einem gängigen Verkaufsargument geworden, um Käufer anzuziehen, die den Markt Madeiras bereits kennen. Diese Dynamik hat die Wahrnehmung von Porto Santo als hochwertiges Zweitwohnsitz-Reiseziel verstärkt.
Flächenknappheit und Bebauungsdruck
Die Erschöpfung der bebaubaren Küstenflächen gegenüber dem Strand hat einen Teil der Nachfrage auf etwas weiter entfernte Parzellen verlagert, die in den vergangenen Jahren ebenfalls im Wert gestiegen sind. Bürgerinitiativen haben ihre Besorgnis über das Tempo neuer Bauprojekte und deren Auswirkungen auf die Landschaft und den Wasserverbrauch der Insel geäußert. Die Gemeindeverwaltung von Vila Baleira hat vorgeschlagen, die Höhe künftiger Gebäude im unmittelbaren Umfeld des Strandes zu begrenzen. Die Debatte darüber, wie viel Wachstum die Insel verkraften kann, ohne ihr wichtigstes Kapital zu gefährden, bleibt offen.
Käufer von außerhalb Portugals
Zu den Eigentümern aus Madeira und vom Festland gesellen sich zunehmend Käufer deutscher und britischer Herkunft, angezogen von Direktflügen und der Ruhe einer Insel, die weit weniger überlaufen ist als andere Atlantikdestinationen. Dieses internationale Käuferprofil sucht tendenziell bereits renovierte Immobilien mit inbegriffener Vermietungsverwaltung. Seine Präsenz hat dazu beigetragen, die Preise auch in den Monaten geringerer touristischer Aktivität zu stützen. Örtliche Makler rechnen damit, dass diese ausländische Nachfrage in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnt.



