Freitag 28 de August de 2026 Macaronesia

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Santo Antao

La Cova, der landwirtschaftlich genutzte Krater von Santo Antão, zwischen Naturschutz und Baudruck

Euroinmobiliaria® · · 2 Min. Lesezeit

La Cova, der landwirtschaftlich genutzte Krater von Santo Antão, zwischen Naturschutz und Baudruck
Foto: Christian Pirkl / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Ein Krater, der zum Gemüsegarten wurde

Auf über 1.176 Metern Höhe wird in La Cova weiterhin in Terrassen angebaut – mitten in einem Naturpark.

Erste Anträge für touristische Bauten

Investoren erkundigen sich nach dem Bau kleiner Berghütten an den Kraterrändern.

Die Bremse der Umweltvorschriften

Jedes Bauvorhaben bedarf einer ausdrücklichen Genehmigung, wobei die traditionelle landwirtschaftliche Nutzung Vorrang hat.

Landwirte zwischen Verkauf und Widerstand

Viele sträuben sich, Land zu verkaufen, das ihre Familien seit Generationen bewirtschaften.

Ein auf der Insel einzigartiges Mikroklima

Die Höhenlage von La Cova erzeugt ein feuchtes und kühles Mikroklima, das Kulturen wie Kartoffeln, Mais und verschiedene Gemüsesorten begünstigt – in deutlichem Gegensatz zu den trockeneren Küstengebieten von Santo Antão. Dieses Mikroklima erklärt zusammen mit der Landschaft des Kraters selbst sowohl den traditionellen landwirtschaftlichen Wert des Ortes als auch das jüngste Interesse einiger Investoren an seinem Potenzial für den Bergtourismus.

Das Interesse der Anbieter von Landtourismus

Mehrere Reiseveranstalter haben Interesse daran bekundet, an den Rändern des Kraters kleine Unterkünfte im ländlichen Stil zu entwickeln und damit die wachsende Nachfrage nach Wandern und Naturtourismus auf Santo Antão zu nutzen – einer der bei Besuchern beliebtesten Inseln, wenn es um Berglandschaften geht. Keiner dieser Vorschläge hat bislang eine endgültige Genehmigung der zuständigen Umweltbehörden erhalten.

Der Schutz des Naturparks hat Vorrang

Die Vorschriften für den Naturpark von Santo Antão räumen der traditionellen landwirtschaftlichen Nutzung ausdrücklich Vorrang vor jeder anderen Verwertung des Bodens ein, sodass interessierte Investoren besondere Genehmigungen beantragen müssen, die nur schwer zu erhalten sind. Fachleute des Parks haben darauf hingewiesen, dass jedes genehmigte Bauwerk kleinmaßstäblich bleiben und Materialien sowie Baukörper verwenden müsste, die zur bestehenden Agrarlandschaft passen, ohne das Erscheinungsbild des Kraters zu verändern.

Landwirte zwischen den Generationen gespalten

Unter den Landwirten von La Cova selbst gibt es unterschiedliche Haltungen: Die älteren Generationen lehnen jeden Verkauf von Flächen, die ihre Familien jahrzehntelang bestellt haben, tendenziell ab, während manche Kinder und Enkel im Tourismus eine wirtschaftliche Alternative zu einem immer weniger rentablen Anbau sehen. Diese Kluft zwischen den Generationen könnte nach Einschätzung örtlicher Beobachter mittelfristig darüber entscheiden, wie der Boden im Krater künftig genutzt wird.