Freitag 28 de August de 2026 Macaronesia

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Sao Vicente

Hafen- und Cabnave-Beschäftigte beklagen fehlenden bezahlbaren Wohnraum in der Nähe von Mindelo

Euroinmobiliaria® · · 2 Min. Lesezeit

Hafen- und Cabnave-Beschäftigte beklagen fehlenden bezahlbaren Wohnraum in der Nähe von Mindelo
Foto: Popenguine05 / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Sichere Arbeit, unerreichbarer Wohnraum

Viele Hafen- und Werftbeschäftigte müssen aus weit entfernten Vierteln anreisen.

Mieten, die mit den Löhnen nicht Schritt halten

Die Miete in Hafennähe liegt bei rund 30.000 CVE monatlich.

Ein Problem mit Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit

Der Wohnungsmangel erschwert es, qualifizierte Arbeitskräfte zu halten.

Forderungen nach Bauland für Werkswohnungen

Gewerkschaften fordern, öffentliche Flächen in Hafennähe zu reservieren.

Ein wachsender Hafen, ein Stadtviertel, das nicht mithält

Mindelo verzeichnet seit einigen Jahren einen Aufschwung der Aktivität sowohl im Handelshafen als auch auf der Werft Cabnave, was zu vermehrten Einstellungen von technischem Personal und Facharbeitern geführt hat. Das Wohnungsangebot in den hafennahen Vierteln ist jedoch nicht im gleichen Tempo gewachsen. Beschäftigte mit festen Verträgen konkurrieren am Ende mit der übrigen Bevölkerung Mindelos um denselben kleinen Mietwohnungsbestand. Gewerkschaften der Branche sehen dieses Missverhältnis in den vergangenen fünf Jahren verschärft.

Was es kostet, weit entfernt vom Arbeitsplatz zu wohnen

Wer keine Mietwohnung in Hafennähe findet, muss aus Randvierteln anreisen, was längere Wegzeiten und zusätzliche Fahrtkosten bedeutet. Für die auf der Werft üblichen Frühschichten ist dieser Weg besonders problematisch. Manche Beschäftigte teilen sich eine Wohnung mit mehreren Kollegen, um die monatlichen Ausgaben zu senken. Die Leitung von Cabnave räumt ein, dass die Schichtplanung schwieriger wird, wenn das Personal weit entfernt wohnt.

Vergleich mit Praia und Sal

Hafenbeschäftigte weisen darauf hin, dass das Problem nicht auf São Vicente beschränkt ist, und verweisen auf ähnliche Situationen beim Tourismuspersonal auf Sal oder bei den Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Praia. In allen Fällen haben sich die Branchenlöhne nicht im gleichen Tempo entwickelt wie die städtischen Mieten. Analysten des kapverdischen Immobilienmarktes führen diese Lücke auf die anhaltend wachsende Nachfrage bei einem nur langsam wachsenden Wohnungsangebot zurück. São Vicente stellt jedoch wegen des Gewichts der Hafenarbeit in der lokalen Wirtschaft den sichtbarsten Fall dar.

Laufende Verhandlungen

Gewerkschaftsvertreter haben der Câmara Municipal von São Vicente die Forderung übermittelt, eigens öffentliche Flächen für Wohnraum für Beschäftigte der maritimen Branche zu reservieren. Der Vorschlag sieht bevorzugte Zugangsbedingungen für Beschäftigte mit unbefristetem Vertrag im Hafen oder bei Cabnave vor. Die Stadtverwaltung hat sich bereit gezeigt, den Vorschlag zu prüfen, doch bislang wurden weder ein Projekt noch ein Zeitplan konkretisiert. Die Gewerkschaften warnen, dass ohne Fortschritte die Fähigkeit der Insel leiden könnte, qualifiziertes Personal zu halten.