Gáldar gewinnt den Wert seiner historischen Herrenhäuser in der Altstadt zurück, die einst als Erbe-Ballast galten
Gáldar, das als einstige Hauptstadt der aborigenen Guanartemes von Gran Canaria gilt und heute Standort von Fundstätten wie der Cueva Pintada ist, erlebt einen Wandel in der Wahrnehmung seines historischen Wohnungsbestands: Die traditionellen ebenerdigen Häuser mit Innenhof in der Altstadt, die jahrelang kaum Käuferinteresse weckten, beginnen an Wert zu gewinnen.
Vom vergessenen Erbe zum Immobilienwert
Jahrzehntelang blieben laut örtlichen Immobilienmaklern viele dieser Häuser geschlossen oder ungenutzt, im Besitz von Erben, die die Kosten einer Sanierung scheuten, die durch den Denkmalschutz komplexer und teurer ist als bei einer gewöhnlichen Immobilie. In den vergangenen Jahren hat jedoch ein Käuferprofil, das am Erhalt des traditionellen Charakters dieser Häuser interessiert ist, begonnen, Immobilien im Umfeld des Platzes Santiago de los Caballeros zu erwerben.
Der Sog des Kulturtourismus
Die touristische Anziehungskraft der archäologischen Fundstätte und der als historisch-künstlerisches Ensemble anerkannten Altstadt von Gáldar hat auch die Umwandlung einiger dieser Häuser in charmante Unterkünfte oder kleine Gastronomiebetriebe vorangetrieben, was einen Immobilienmarkt belebt hat, der jahrelang praktisch stillstand.
Preise noch immer sehr moderat
Trotz dieses gestiegenen Interesses zählt der Immobilienpreis in der Altstadt von Gáldar laut Immobilienportalen weiterhin zu den niedrigsten der Insel, weit entfernt von den Werten des Ballungsraums oder der touristischen Südküste, was auch junge Käufer anzieht, die eine erschwingliche Alternative zu Gemeinden wie Las Palmas de Gran Canaria oder Arucas suchen.
Ein Modell, das es zu beobachten gilt
Die Gemeindeverwaltung von Gáldar setzt darauf, die Wiederherstellung des historischen Erbes mit dem Erhalt der Wohnfunktion der Altstadt zu verbinden, im Bewusstsein der Gefahren der Touristifizierung, die bereits in anderen historischen Altstädten der Insel zu beobachten waren, etwa in Vegueta in der Inselhauptstadt.



