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El Hierro

El Hierro mobilisiert sich, um seine jungen Menschen zu halten: eine Jugendwohnungsbörse gegen den knappen Baugrund in Valverde und La Frontera

Euroinmobiliaria® · · 2 Min. Lesezeit

El Hierro mobilisiert sich, um seine jungen Menschen zu halten: eine Jugendwohnungsbörse gegen den knappen Baugrund in Valverde und La Frontera
Foto: Mataparda / Wikimedia Commons (CC BY 3.0)

El Hierro führt seit Jahren einen stillen Kampf gegen die Abwanderung junger Menschen, und Wohnraum ist dabei zum wichtigsten Schlachtfeld geworden. Mit knapp über 11.000 Einwohnern muss die Insel mit ansehen, wie ein Großteil ihrer Jugend zum Studium nach Teneriffa oder auf das spanische Festland zieht und allzu oft nicht zurückkehrt. Branchenquellen und die Inselverwaltungen sind sich in der Diagnose einig: Ohne bezahlbaren Wohnraum gibt es keine Rückkehr.

Eine Wohnungsbörse für Menschen unter 35

Die institutionelle Antwort besteht in der Einrichtung einer Jugendwohnungsbörse, einer vom Cabildo von El Hierro gemeinsam mit den Gemeinden vorangetriebenen Initiative, die leerstehende oder ungenutzte Immobilien erfassen und zu moderaten Preisen an unter 35-Jährige vermieten will. Die Inselstatistik weist mehrere Hundert leerstehende Wohnungen aus, viele davon geerbt und unter im Ausland oder anderswo lebenden Verwandten aufgeteilt – ein schlummerndes Vermögen, das die Verwaltungen mit Garantien für die Eigentümer zu mobilisieren versuchen.

Laut Immobilienportalen übersteigt das Mietangebot auf der gesamten Insel selten zwanzig gleichzeitige Anzeigen, bei Mieten, die für bescheidene Immobilien bereits auf 500 bis 600 Euro monatlich gestiegen sind – hohe Werte angesichts der lokalen Löhne.

Valverde und La Frontera: knapp bemessener Baugrund

Das grundlegende Problem ist die Flächenknappheit. In der Hauptstadt Valverde begrenzen der geschützte Altstadtkern und die Topografie das Wachstum, und die wenigen verfügbaren Baugrundstücke kommen bei der Genehmigung nur langsam voran. In La Frontera, im fruchtbaren Tal von El Golfo, ist der Druck doppelt so hoch: Der Boden konkurriert mit einer Landwirtschaft aus Ananas- und Weinanbau, die weiterhin strategische Bedeutung hat, und die Nachfrage ausländischer Käufer macht sich seit der internationalen Bekanntheit der Insel zunehmend bemerkbar.

Der Neubau ist fast nur symbolisch vorhanden: Die Daten des Istac zeigen für die gesamte Insel lediglich einige Dutzend Baugenehmigungen pro Jahr.

Biosphärenreservat und gebremstes Wachstum

El Hierro, seit dem Jahr 2000 Biosphärenreservat, hat die städtebauliche Zurückhaltung zu seinem Markenzeichen gemacht, und niemand auf der Insel erwägt, davon abzurücken. Die Herausforderung, so Branchenquellen, besteht darin, innerhalb dieses Modells flexible Lösungen unterzubringen: Sanierung traditioneller Häuser, Sozialwohnungen auf öffentlichen Grundstücken und direkte Unterstützung für junge Mieter. Von deren Erfolg wird abhängen, ob die Generation, die derzeit außerhalb studiert, eine Rückkehr auf die Meridian-Insel mit einer tragfähigen Lebensperspektive überhaupt in Betracht ziehen kann.