Die Câmara Municipal von Ribeira Brava startet ein Programm für öffentlichen Baugrund, um den Preisanstieg zu bremsen
Eine institutionelle Antwort auf die Wohnungsknappheit
Die Anfangsinvestition liegt bei rund 80.000.000 CVE für die grundlegende Erschließung der gemeindeeigenen Grundstücke.
Grundstücke zu reduzierten Preisen für ansässige Familien
Die Grundstücke werden für rund 900.000 CVE vergeben, weit unter dem Marktwert.
Sozialkredite zur Fertigstellung des Baus
Ergänzt wird das Programm durch soziale Kleinkredite mit monatlichen Raten von rund 12.000 CVE.
Ein Versuch, den Druck auf den privaten Markt zu bremsen
Ziel ist es, angesichts der Nachfrage aus Diaspora und Tourismus eine Alternative zu bieten.
Ein Modell, das sich an anderen kommunalen Erfahrungen orientiert
Das Programm für öffentlichen Baugrund in Ribeira Brava übernimmt Elemente, die bereits in anderen Concelhos der autonomen Region erprobt wurden, angepasst an die Knappheit an erschließbarem Land auf São Nicolau. Die zuständigen Stellen der Gemeinde haben ähnliche Erfahrungen konsultiert, bevor sie die Vergabekriterien für die Grundstücke festlegten. Dieser Vergleich soll Fehler vermeiden helfen, die bei ähnlichen Programmen auf anderen Inseln bereits festgestellt wurden.
Zugangskriterien für ansässige Familien
Bei der Vergabe der Grundstücke werden Familien bevorzugt, die in der Gemeinde gemeldet sind und nachweislich Schwierigkeiten haben, auf dem freien Markt Zugang zu Wohnraum zu erhalten. Zudem werden Einkommenshöchstgrenzen festgelegt, damit das Programm nicht Personen zugutekommt, die bereits Zugang zu einer herkömmlichen Hypothek hätten. Diese Kriterien sollen die öffentlichen Mittel auf die Fälle mit dem größten tatsächlichen Bedarf konzentrieren.
Geteilte Reaktionen unter privaten Bauträgern
Einige örtliche Immobilienentwickler haben Vorbehalte gegenüber der Initiative geäußert, da sie befürchten, die Vergabe von Bauland zu reduzierten Preisen könnte die Referenzwerte des nahegelegenen privaten Marktes verzerren. Von Seiten der Gemeindeverwaltung heißt es, das Ziel des Programms sei nicht, mit dem privaten Angebot zu konkurrieren, sondern ein Bevölkerungssegment zu bedienen, das heute vollständig davon ausgeschlossen sei. Die Debatte über das tatsächliche Ausmaß dieser Verzerrung bleibt unter den Marktteilnehmern offen.
Eine mittelfristige Umsetzungsfrist
Die ersten erschlossenen Grundstücke sollen in zwei bis drei Jahren verfügbar sein, sobald die grundlegenden Infrastrukturarbeiten abgeschlossen sind. Die Câmara Municipal hat angekündigt, die Ergebnisse dieser ersten Phase zu bewerten, bevor sie entscheidet, ob das Programm auf weitere gemeindeeigene Grundstücke ausgeweitet wird. Von diesem Erfolg werde es laut Angaben der Gemeindeverwaltung abhängen, ob sich die Initiative zu einem dauerhaften Instrument der Wohnungspolitik entwickelt.



