Die Câmara Municipal do Sal bringt ein Grundstückspaket für sozialen Wohnungsbau in Espargos auf den Weg
Gemeindeland gegen den Preisanstieg
Ein Paket gemeindeeigener Grundstücke wird Familien mit niedrigem Einkommen angeboten.
Preise weit unter dem Marktniveau
Der symbolische Preis liegt bei rund 350.000 CVE gegenüber 2.000.000 CVE auf dem freien Markt.
Voraussetzungen und Zugangskriterien
Beschränkt auf gemeldete Familien mit einem Einkommen unterhalb bestimmter Schwellenwerte.
Reaktionen der Immobilienbranche
Die freigegebene Bodenmenge reicht angesichts des Problems beim Zugang zu Wohnraum nicht aus.
Der Druck des freien Marktes auf der Insel
Der Durchschnittspreis eines Grundstücks auf dem freien Markt in Espargos ist in den letzten Jahren weiter gestiegen, angetrieben von der Nachfrage tourismusnaher Investoren und der Knappheit an verfügbarem Bauland in der Nähe des Ortskerns. Vor diesem Hintergrund fällt der Unterschied zwischen den 350.000 CVE des Gemeindepakets und den rund 2.000.000 CVE des freien Marktes besonders auf, für Familien, die seit Jahren versuchen, ein eigenes Zuhause zu erwerben.
Wer sich für die Grundstücke bewerben kann
Das Vergabeverfahren verlangt den Nachweis einer durchgehenden Meldung in der Gemeinde sowie ein Familieneinkommen unterhalb eines Schwellenwerts, den die Gemeindeverwaltung regelmäßig überprüft. Vorrang erhalten kinderreiche Familien sowie Personen, die derzeit zur Miete wohnen und einen großen Teil ihres Gehalts dafür aufwenden. Die Câmara hat angekündigt, die Liste der angenommenen Anträge zu veröffentlichen, sobald die Prüfung der Unterlagen abgeschlossen ist.
Vergleich mit anderen Programmen des Archipels
Ähnliche Initiativen wurden bereits auf anderen Inseln gestartet, etwa die Vergabe von Grundstücken in São Filipe nach dem Ausbruch des Fogo, wobei auf Sal das erklärte Ziel darin besteht, den mit dem Tourismus verbundenen Preisanstieg zu bremsen, und nicht die Folgen einer Naturkatastrophe zu beheben. Dieser unterschiedliche Kontext ändert nichts daran, dass beide Programme eine gemeinsame Kritik von Experten teilen, die freigegebene Bodenmenge bleibt angesichts des Ausmaßes des Wohnungsproblems gering.
Stimmen aus der privaten Immobilienbranche
Bauträger und Immobilienmakler in Espargos erkennen den symbolischen Wert der Initiative an, betonen jedoch, dass sich der Preisdruck auf dem freien Markt ohne eine spürbare Ausweitung des verfügbaren Baulands nicht merklich verringern wird. Einige schlagen vor, dass die Gemeindeverwaltung derartige Programme durch steuerliche Anreize für Bauträger ergänzen sollte, die einen Teil ihrer Projekte für bezahlbaren Wohnraum reservieren.



