Die überlastete TF-1 erhöht den Bebauungsdruck auf Candelaria und das Güímar-Tal
Auf der Autobahn TF-1 kommt es auf Höhe von Candelaria und dem Güímar-Tal zu den Hauptverkehrszeiten regelmäßig zu Staus.
Eine Autobahn, die zu klein geworden ist
Die Trasse ist dem täglichen Verkehrsaufkommen längst nicht mehr gewachsen.
Neue Bauprojekte im Schatten der Schnellstraße
In Candelaria haben Neubautätigkeit und der Verkauf von Bestandswohnungen spürbar angezogen.
Der Preis dafür, „nah an allem“ zu wohnen
Gemeinden mit dem besten Verhältnis von Preis und Nähe zur Hauptstadt stehen unter dem größten Druck ihrer Infrastruktur.
Ein Wachstum, das die Fachleute im Rathaus beunruhigt
Die Stadtverwaltung von Candelaria räumt ein, dass das Wachstum eine sorgfältige Planung neuer Baugebiete erfordert.
Eine Schlafstadt im vollen Wachstum
Candelaria hat sich von einer Gemeinde, die fast ausschließlich mit ihrer Basilika und ihrem religiösen Erbe verbunden war, zu einem der am stärksten wachsenden Wohngebiete im Ballungsraum von Teneriffa entwickelt. Die Nähe zu Santa Cruz – bei normalem Verkehr kaum fünfzehn Minuten – hat den Ort zum bevorzugten Ziel von Familien gemacht, die in der Hauptstadt keine bezahlbare Wohnung finden. Dieses anhaltende Bevölkerungswachstum hat die Wohnbautätigkeit der Gemeinde auf ein in den letzten Jahrzehnten nicht gekanntes Niveau gehoben.
Eine Infrastruktur, die dem Wachstum nicht immer folgt
Der Bevölkerungszuwachs ging nicht immer mit einem entsprechenden Ausbau von Schulen, Gesundheitszentren und weiteren kommunalen Einrichtungen einher – ein Missverhältnis, das erste Beschwerden unter den neu Zugezogenen auslöst. Anwohnervereinigungen weisen darauf hin, dass neue Wohngebiete schneller genehmigt wurden als die Infrastruktur, die zur Versorgung der zuziehenden Bevölkerung nötig wäre. Die Stadtverwaltung selbst bezeichnet diesen Rückstand als eine der größten Verwaltungsaufgaben der kommenden Jahre.
Die Regierung der Kanarischen Inseln prüft Alternativen zur TF-1
Angesichts der chronischen Überlastung der Autobahn hält die Regierung der Kanarischen Inseln verschiedene Alternativen zur Verbesserung der Mobilität auf der Südachse Teneriffas auf dem Tisch – von einem Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs bis hin zu punktuellen Eingriffen in die Trassenführung selbst. Für keine dieser Maßnahmen gibt es bislang einen festen Zeitplan, sodass offen bleibt, wann sich die Staus lindern lassen, unter denen täglich Tausende Anwohner aus Candelaria und dem Güímar-Tal leiden. Unterdessen zeigt das Wohnungswachstum der Region keinerlei Anzeichen einer Abkühlung.
Das Güímar-Tal, eine Agrarlandschaft unter Druck
Die historische Landschaft aus Bananenplantagen und Exportkulturen im Güímar-Tal trifft immer häufiger auf neue Wohnbauprojekte, die zuvor landwirtschaftlich genutzte Parzellen einnehmen. Landwirte der Region äußern Sorge über den fortschreitenden Verlust von Ackerland zugunsten des Wohnungsbaus, ein Phänomen, das sie unmittelbar auf den demografischen Druck durch die Nähe zur Hauptstadt zurückführen. Das Gleichgewicht zwischen dem Erhalt der traditionellen Landwirtschaft und der Deckung der Wohnungsnachfrage bestimmt einen Großteil der örtlichen Debatte über die Zukunft des Tals.



