Die Regionalregierung prüft neue Maßnahmen für bezahlbaren Wohnraum, um den Immobiliendruck auf Faial zu bremsen
Öffentliche Flächen und bezahlbare Mieten auf dem Tisch
Erwogen wird, öffentliche Grundstücke für Wohnungen mit begrenzter Miete freizugeben.
Forderung der Bürgervereinigungen
Gefordert wird, dass die Maßnahmen auch die ländlichen Gemeinden erreichen, nicht nur die Hauptstadt.
Eine Debatte, die sich im gesamten Archipel wiederholt
Andere azorische Inseln führen wegen Tourismus und Flächenknappheit eine ähnliche Debatte.
Beratung mit der Branche vor der Entscheidung
Jede endgültige Entscheidung fällt erst nach Rücksprache mit der Stadtverwaltung und der Immobilienbranche.
Horta zwischen Segeltourismus und Wohnungsknappheit
Die Verteuerung des Wohnraums in der Gemeinde Horta wird zu einem großen Teil auf die Anziehungskraft des Yachthafens als Zwischenstopp für internationale Segler zurückgeführt, die die Nachfrage nach touristischen Unterkünften und indirekt auch die Mieten auf dem Wohnungsmarkt in die Höhe getrieben hat. Die Fachleute der Region räumen ein, dass sich dieses Phänomen in den vergangenen Jahren beschleunigt hat, ohne dass das Wohnungsangebot im gleichen Tempo gewachsen wäre.
Das Vorbild ähnlicher Programme auf anderen Inseln
Die Regionalregierung verfolgt aufmerksam die Erfahrungen mit preisgedämpftem Wohnraum auf São Miguel und Terceira, wo die Freigabe öffentlicher Flächen den Bau von Wohnanlagen für Familien mit mittlerem Einkommen ermöglichte. Ziel ist es, dieses Modell an die Größenordnung Faials anzupassen: mit kleineren Vorhaben, die dafür auf mehrere Gemeinden des Kreises verteilt werden.
Die ländlichen Gemeinden wollen bei der Verteilung nicht leer ausgehen
Bürgervereinigungen aus Gemeinden wie Cedros, Ribeirinha oder Castelo Branco bestehen darauf, dass jedes Programm für bezahlbaren Wohnraum über die Stadt Horta hinausreichen muss, und weisen darauf hin, dass der Druck auf die Mieten auch in ländlichen Ortschaften spürbar ist, wo es ihn zuvor kaum gab. Sie fordern eine direkte Beteiligung an der endgültigen Ausgestaltung der Maßnahmen.
Ein Zeitplan, der noch offen ist
Die Regionalregierung hat noch keinen Termin für die Vorlage des endgültigen Vorschlags festgelegt und wartet die angekündigten Gespräche mit der Stadtverwaltung und der Immobilienbranche ab. Aus Kreisen der azorischen Exekutive heißt es, eine förmliche Ankündigung könnte bis zur nächsten regionalen Legislaturperiode auf sich warten lassen, sobald die Gespräche mit den beteiligten Akteuren abgeschlossen sind.



