Die Regionalregierung der Azoren weitet die Mietbeihilfen aus, um die Wohnungsnot auf Santa Maria zu entschärfen
Eine behördliche Antwort auf ein insulares Problem
Förderprogramme für Mietwohnungen und sozialen Wohnungsbau werden für kleinere Inseln wie Santa Maria ausgeweitet.
Mietbeihilfen und Wohnungsvermittlungsbörsen
Die Börsen für geförderte Mietwohnungen für junge Menschen und Familien werden ausgeweitet.
Die Debatte um die Ausweisung angespannter Wohnungsmärkte
Erwogen wird, Gebiete mit angespanntem Wohnungsmarkt in Ortskernen mit starkem Tourismusdruck auszuweisen.
Zurückhaltung bei Bauträgern und Anwohnerinitiativen
Die Bauträger fordern im Gegenzug für jede Einschränkung mehr Bauland.
Der touristische Kontext, der die Preise treibt
Santa Maria mit seinem historischen Flughafen und seiner wachsenden Anziehungskraft als Ziel des Naturtourismus hat in den vergangenen Jahren eine Verteuerung der Langzeitmieten erlebt, teils bedingt durch die Konkurrenz der touristischen Kurzzeitvermietung. Diese Dynamik, die auch andere kleinere Inseln des Azoren-Archipels kennen, erschwert es jungen Familien und Beschäftigten in Schlüsselberufen, im Stadtkern von Vila do Porto dauerhaften Wohnraum zu bezahlbaren Preisen zu finden.
Wie die Börsen für geförderte Mietwohnungen funktionieren
Das regionale Programm bringt Eigentümer, die bereit sind, unter Marktpreis zu vermieten, mit Mietern zusammen, die bestimmte Einkommensvoraussetzungen erfüllen - im Gegenzug für öffentliche Bürgschaften gegen Mietausfall und bestimmte Steuervorteile für den Eigentümer. Nach Angaben der Regionalregierung hat dieser Mechanismus auf anderen Inseln des Archipels bereits Wirkung gezeigt, seine Reichweite auf Santa Maria bleibt allerdings durch die geringe Zahl der für eine dauerhafte Vermietung verfügbaren Wohnungen begrenzt.
Die Debatte um angespannte Wohnungsmärkte, mit Zwischentönen
Ein Gebiet formell als angespannten Wohnungsmarkt auszuweisen, würde die Tür zu strengeren Auflagen für die touristische Kurzzeitvermietung öffnen - was jene beunruhigt, die in den vergangenen Jahren in dieses Segment investiert haben. Anwohnerinitiativen halten dagegen, dass der Bestand an Dauermietwohnungen ohne einen solchen Eingriff weiter zugunsten der für die Eigentümer rentableren touristischen Vermietung schrumpfen wird.
Bauträger fordern Ausgewogenheit vor neuen Beschränkungen
Vertreter der Bauträgerbranche auf Santa Maria vertreten die Auffassung, dass jede Beschränkung der touristischen Vermietung mit einer entsprechenden Freigabe von Bauland einhergehen müsse, damit die Maßnahme nicht am Ende das Gesamtangebot an verfügbarem Wohnraum auf der Insel noch weiter verringert. Die Regionalregierung hat angekündigt, beide Fragen gemeinsam zu prüfen, bevor endgültige Entscheidungen bekannt gegeben werden.



