Porto Judeu, der Ort der legendären Zuflucht jüdischer Seefahrer, will seine Bevölkerung trotz Wohnungsmangel halten
Ein Name, der an eine jahrhundertealte Legende erinnert
Porto Judeu verdankt seinen Namen der legendären Landung schiffbrüchiger jüdischer Seefahrer.
Ein kleiner Ort mit begrenztem Angebot an Dienstleistungen
Der Wohnungsbestand besteht aus geerbten Häusern, die kaum je auf den Markt gelangen.
Geringes Angebot, wenig Sanierung
Die Häuser, die auf den Markt kommen, benötigen eine kostspielige Komplettsanierung.
Die Junta de Freguesia fordert institutionelle Unterstützung
Gefordert werden Förderprogramme für Sanierungen in kleinen ländlichen Ortschaften.
Ein historisches Erbe, das kaum genutzt wird
Trotz der Einzigartigkeit seiner Gründungslegende hat Porto Judeu bislang kein touristisches oder kulturelles Angebot entwickelt, das diese historische Erzählung als Anziehungspunkt nutzen würde – anders als andere Orte der Azoren, denen es gelungen ist, ihr Erbe in einen wirtschaftlichen Aktivposten zu verwandeln. Manche Einwohner sehen darin eine vertane Chance, die mit den richtigen Investitionen Besucher und neue Bewohner anziehen könnte, die sich für die lokale Geschichte interessieren.
Geerbte Häuser, wenig Verkaufsbereitschaft
Ein großer Teil des Wohnungsbestands der Freguesia gehört Familien, die die Immobilien über mehrere Generationen hinweg geerbt haben. Viele von ihnen sind nach Kanada oder in die Vereinigten Staaten ausgewandert und behalten das Elternhaus, ohne es verkaufen oder dauerhaft bewohnen zu wollen. Das verringert das tatsächlich verfügbare Wohnungsangebot für all jene drastisch, die sich fest in Porto Judeu niederlassen möchten.
Sanieren oder neu bauen: eine Kostenfrage
Bei vielen der wenigen Wohnungen, die tatsächlich auf den Markt gelangen, können die Kosten einer Komplettsanierung – einschließlich Dach, Haustechnik und Anpassung an die geltenden Vorschriften – die eines Neubaus vergleichbarer Größe übersteigen, was potenzielle Käufer offenkundig abschreckt. Dieser Umstand erklärt zum Teil, warum sich ein großer Teil der Neubautätigkeit in der Freguesia auf unbebaute Grundstücke konzentriert statt auf die Sanierung des vorhandenen Altbestands.
Eine Forderung, die auf der ganzen Insel zu hören ist
Die Junta de Freguesia ist nicht die einzige, die institutionelle Unterstützung für Sanierungen in kleinen ländlichen Ortschaften einfordert – ein Anliegen, das auch andere Freguesias im Inneren von Terceira teilen, die mit ähnlichen Problemen aus geerbtem Wohnraum und geringer Marktbewegung zu kämpfen haben. Die Regionalregierung hat den Handlungsbedarf in diesen Gebieten anerkannt, bislang jedoch kein konkretes Programm für kleine Freguesias wie Porto Judeu vorgelegt.



