Freitag 28 de August de 2026 Macaronesia

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Brava

Nur rund zwanzig Jugendliche versuchen laut Angaben des kapverdischen Statistikamts INE jährlich, sich auf Brava eine eigene Existenz aufzubauen

Euroinmobiliaria® · · 2 Min. Lesezeit

Nur rund zwanzig Jugendliche versuchen laut Angaben des kapverdischen Statistikamts INE jährlich, sich auf Brava eine eigene Existenz aufzubauen
Foto: Torbenbrinker / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Wer bleibt, ohne Aussicht auf eine eigene Wohnung

Nur etwa zwanzig Jugendliche versuchen jedes Jahr, sich auf der Insel selbst ein eigenständiges Leben aufzubauen.

Ein praktisch nicht vorhandener Mietmarkt

Ein Zimmer oder eine kleine Wohnung kostet rund 18.000 CVE im Monat, doch es stehen kaum Immobilien zur Verfügung.

Selbstständig werden innerhalb des Elternhauses

Am häufigsten wird ein Zimmer im Haus der Eltern überlassen.

Beschäftigung als Hürde vor der Wohnungssuche

Ohne ein stabiles Einkommen ist selbst der Zugang zu bescheidenen Mietwohnungen kaum möglich.

Die am stärksten entvölkerte Insel des Landes

Brava durchlebt seit Jahrzehnten einen Entvölkerungsprozess, der die Insel zur am dünnsten besiedelten von Kap Verde macht, wobei ein Großteil ihrer historischen Bevölkerung in der Diaspora lebt. Dieser demografische Hintergrund bestimmt unmittelbar einen Wohnungsmarkt von minimalem Umfang mit sehr wenigen jährlichen Transaktionen. Die Daten des INE spiegeln eine Realität wider, die die einheimischen Familien seit Generationen gut kennen.

Vergleich mit anderen kleinen Inseln

Im Gegensatz zu Fogo oder São Nicolau, die eine gewisse Wirtschaftstätigkeit rund um Tourismus oder Landwirtschaft aufrechterhalten, fehlt Brava an vergleichbaren Triebkräften, um junge Menschen zu binden. Befragte Fachleute weisen darauf hin, dass dieser Mangel an Arbeitsmöglichkeiten entscheidend dafür ist, warum so wenige Jugendliche versuchen, auf der Insel selbstständig zu werden. Der Vergleich ist unter den Bewohnern selbst gängig, die beobachten, wie andere Inseln Investitionen anziehen, die Brava weiterhin ausbleiben.

Die Rolle der Rücküberweisungen der Familien

Ein Großteil der Wohnungen, die von jungen Menschen bewohnt werden, denen die Selbstständigkeit tatsächlich gelingt, wurde zumindest teilweise mit Rücküberweisungen aus der Diaspora in den USA oder Europa finanziert. Ohne diese Unterstützung von außen, so bestätigen Quellen aus der Gemeindeverwaltung, wäre der Zugang zu einer eigenen Wohnung noch außergewöhnlicher. Diese Abhängigkeit von Rücküberweisungen macht die ausgewanderten Familien zu einem entscheidenden Akteur des ohnehin kleinen lokalen Immobilienmarkts.

Wenig ermutigende Zukunftsaussichten

Die örtlichen Behörden räumen ein, dass eine Umkehr des demografischen Trends Investitionen in Arbeitsplätze und Infrastruktur erfordern würde, die derzeit kurzfristig nicht zur Debatte stehen. Ohne eine Veränderung dieser Rahmenbedingungen halten sie es für wahrscheinlich, dass die Zahl der Jugendlichen, die auf Brava eine eigenständige Existenz aufbauen wollen, weiterhin verschwindend gering bleibt. So bleibt die Insel Jahr für Jahr von Unterstützung von außen abhängig.