Freitag 28 de August de 2026 Macaronesia

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Fuerteventura

Morro Jable steht vor einem kritischen Wohnungsmangel für die Beschäftigten im Gastgewerbe

Euroinmobiliaria® · · 2 Min. Lesezeit

Morro Jable steht vor einem kritischen Wohnungsmangel für die Beschäftigten im Gastgewerbe
Foto: wollex / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Morro Jable, in der Gemeinde Pájara und touristischer Motor des Südens von Fuerteventura, erlebt Saison für Saison denselben Widerspruch: Die Hotels und Restaurants der Region müssen Personal einstellen, doch ein Großteil dieser Beschäftigten findet keine Unterkunft in der Nähe des Arbeitsplatzes.

Wohnraum durch touristische Nutzung belegt

Nach Angaben aus der Hotelbranche wird ein Großteil des Wohnungsbestands von Morro Jable heute für die Ferienvermietung oder als Zweitwohnsitz ausländischer Eigentümer genutzt, wodurch nur ein sehr geringer Spielraum an Wohnungen für die langfristige Vermietung an die eigenen Beschäftigten der Branche bleibt.

Beschäftigte, die mehr als eine halbe Stunde von ihrem Arbeitsplatz entfernt wohnen

Angesichts der fehlenden Optionen in Morro Jable und an der übrigen Küste von Jandía entscheidet sich eine wachsende Zahl von Beschäftigten im Gastgewerbe dafür, in Puerto del Rosario oder in Gemeinden im Zentrum der Insel zu wohnen und tägliche Fahrten von mehr als einer halben Stunde in Kauf zu nehmen, so gewerkschaftliche Quellen aus dem Tourismussektor.

Geteilte Mietwohnungen als Norm

Die von der touristischen Nachfrage angetriebenen Mietpreise in der Region haben laut Branchenquellen die Praxis verbreitet, dass sich mehrere Beschäftigte eine Wohnung teilen – selbst unter denjenigen, die mittlere Führungspositionen in den Hotelbetrieben bekleiden.

Vorschläge für Mitarbeiterwohnungen

Einige Hotelketten im Süden der Insel prüfen Modelle für Mitarbeiterwohnungen – entweder durch die Anmietung ganzer Apartmentblöcke oder durch Vereinbarungen mit lokalen Bauträgern – als Möglichkeit, ihr Personal angesichts der fehlenden Wohnalternativen im Umfeld von Morro Jable zu halten.

Hohe Personalfluktuation wegen fehlenden Wohnraums

Gewerkschaftliche Quellen aus dem Tourismussektor warnen, dass der Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Morro Jable direkt zur hohen Personalfluktuation beiträgt, unter der mehrere Hotelbetriebe der Region leiden. Beschäftigte, denen es nicht gelingt, ihre Wohnsituation zu stabilisieren, entscheiden sich laut denselben Quellen dafür, den Arbeitsplatz zu wechseln und Ziele mit besseren Unterkunftsbedingungen zu suchen, was die Hotels zwingt, jede Saison zusätzliche Kosten für Ausbildung und Einstellung zu tragen.

Ein Küstenabschnitt, Jandía, ganz auf touristische Unterkünfte ausgerichtet

Der gesamte Küstenstreifen von Jandía, dessen wichtigstes Zentrum Morro Jable ist, weist laut Angaben der Immobilienportale eine der höchsten Dichten an touristischen Betten der Kanaren auf, was nur einen minimalen Anteil an verfügbarem Wohnraum gegenüber der überwältigenden Zahl von Hotels, Ferienapartments und Zweitwohnsitzen übrig lässt. Diese Struktur der Küste erklärt weitgehend, warum das Wohnungsproblem für Beschäftigte hier akuter ist als in anderen Gemeinden der Insel.

Modelle, die sich in anderen Touristenzielen bereits bewährt haben

Quellen aus der Hotelbranche verweisen als Vorbild auf Erfahrungen aus anderen etablierten Touristenzielen, sowohl auf den Kanaren als auch auf den Balearen, wo Hotelketten sich dafür entschieden haben, ganze Wohnblöcke zur ausschließlichen Nutzung durch ihr Personal zu erwerben oder zu mieten. Um dieses Modell auf das Umfeld von Morro Jable zu übertragen, müsste laut denselben Quellen zunächst der Mangel an verfügbarem Bauland und die bereits hohen Immobilienpreise in der Region überwunden werden.