Freitag 28 de August de 2026 Macaronesia

euroinmobiliaria®
Lanzarote

Junge Menschen in Tinajo verzichten auf den Kauf ihrer ersten Wohnung, obwohl dort die niedrigsten Preise von Lanzarote gelten

Euroinmobiliaria® · · 1 Min. Lesezeit

Junge Menschen in Tinajo verzichten auf den Kauf ihrer ersten Wohnung, obwohl dort die niedrigsten Preise von Lanzarote gelten
Foto: Santamarcanda / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Tinajo im Nordwesten von Lanzarote ist laut den Immobilienportalen eine der Gemeinden, in denen der durchschnittliche Immobilienpreis nach wie vor unter dem Inseldurchschnitt liegt. Dieser scheinbare Vorteil bedeutet jedoch nicht, dass die jungen Menschen der Gemeinde ihr erstes Haus kaufen können: Quellen aus der Immobilienbranche weisen darauf hin, dass das geringe Angebot an verfügbaren Wohnungen und Grundstücken, gepaart mit Löhnen, die nicht im gleichen Tempo wie die übrigen Ausgaben gestiegen sind, einen Großteil der unter 35-Jährigen vom Markt ausschließt.

Ein kleiner Ort mit sehr wenig neuem Angebot

In Ortskernen wie Tinajo pueblo oder Mancha Blanca war der Neubau von Wohnraum in den letzten Jahren praktisch symbolisch. Kommunale Quellen erklären, dass der Großteil des erschlossenen Baulands bereits bebaut ist und dass die wenigen noch zu entwickelnden Baugrundstücke aufgrund der Planungsverfahren nur sehr langsam vorankommen. Dies zwingt viele junge Familien dazu, auf ein Erbe oder ein Familiengrundstück zu warten, um bauen zu können, anstatt auf dem freien Markt zu kaufen.

Auch die Miete ist keine einfache Alternative

Laut Branchenquellen ist der Mietwohnungsbestand in Tinajo sehr gering, was einen Teil der jungen Menschen der Gemeinde dazu drängt, in Arrecife oder San Bartolomé nach einer Wohnung zu suchen, mit einer entsprechenden Zunahme der täglichen Pendelstrecken zur Arbeit oder zum Studium. Die Nachbarschaftsverbände betonen, dass es an Sozialwohnungsprojekten fehlt, die auf eine ländliche Gemeinde mit geringer Bevölkerungsdichte und einem kaum wachsenden Melderegister zugeschnitten sind.

Die Hoffnung ruht auf dem sozialen Wohnungsbau

Quellen der Gemeindeverwaltung von Tinajo bestätigen, dass Formen der Zusammenarbeit mit der Regionalregierung der Kanarischen Inseln geprüft werden, um öffentliches Bauland für Sozialwohnungen freizugeben, räumen jedoch ein, dass sich jedes Bauprojekt erst nach mehreren Jahren verwirklichen ließe. In der Zwischenzeit bleibt das Paradox bestehen: niedrigere Preise als an der Küste, aber immer weniger junge Menschen, die in der Lage sind, im eigenen Dorf wohnen zu bleiben.