Freitag 28 de August de 2026 Macaronesia

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Lanzarote

Hotels in Puerto del Carmen finden keine Wohnungen für Zimmermädchen und Köche und greifen zu eigenen Unterkünften

Euroinmobiliaria® · · 1 Min. Lesezeit

Hotels in Puerto del Carmen finden keine Wohnungen für Zimmermädchen und Köche und greifen zu eigenen Unterkünften
Foto: Bayreuth2009 / Wikimedia Commons (CC BY 3.0 (auch verfügbar unter GFDL))

Puerto del Carmen, das wichtigste touristische Zentrum der Gemeinde Tías und des gesamten Südens von Lanzarote, kämpft seit mehreren Saisons mit einem Problem, das mittlerweile die Tätigkeit der eigenen Hotels beeinträchtigt: der Mangel an bezahlbarem Wohnraum für das Personal, das die Branche am Laufen hält. Quellen aus dem Tourismussektor zufolge lehnen Zimmermädchen, Köche oder Rezeptionspersonal immer häufiger Stellenangebote in der Region ab, weil sie schlicht keine Wohnung finden, deren Preis mit ihrem Gehalt vereinbar ist.

Mieten, die mit dem Tourismussektor konkurrieren

Immobilienportalen zufolge wird ein Großteil des Wohnungsbestands von Puerto del Carmen und angrenzender Gebiete wie Los Mojones oder Puerto Calero heute als Ferienvermietung oder Zweitwohnsitz genutzt, wodurch nur ein sehr geringes Angebot für Langzeitmieten bleibt. Die Wohnungen, die tatsächlich an Einwohner vermietet werden, seien in den vergangenen Jahren – befeuert durch die touristische Nachfrage selbst – deutlich teurer geworden, ergänzen Quellen aus der Immobilienbranche.

Unternehmen stellen ihrer Belegschaft Unterkünfte zur Verfügung

Angesichts dieser Situation haben sich mehrere Hotels und Apartmentanlagen der Region dafür entschieden, eigene Wohnungen oder Unterkunftsmodule einzurichten, um einen Teil ihres Personals unterzubringen – vor allem in den Monaten mit der höchsten Auslastung. Quellen aus dem Tourismussektor räumen ein, dass diese Lösung, die ursprünglich für Arbeitskräfte gedacht war, die von außerhalb der Insel anreisen, in der Praxis zum einzigen Weg geworden ist, Personal in Puerto del Carmen zu halten.

Ein Problem, das sich auf den gesamten Süden der Insel ausweitet

Das Phänomen beschränkt sich nicht auf Tías: Gewerkschaftsquellen aus dem Gastgewerbe berichten, dass sich dieselbe Dynamik in Playa Blanca und in geringerem Maße in Costa Teguise wiederholt, und warnen davor, dass der Wohnraummangel für die Tourismusbeschäftigten letztlich die Qualität der Dienstleistungen in Lanzarotes wichtigstem Wirtschaftszweig beeinträchtigen könnte, wenn nicht mit gezielten Maßnahmen für bezahlbaren, an die Beschäftigung gekoppelten Wohnraum gegengesteuert wird.