Freitag 28 de August de 2026 Macaronesia

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Tenerife

Garachico treibt die Sanierung seiner historischen Häuser voran, um dem Verfall entgegenzuwirken

Euroinmobiliaria® · · 2 Min. Lesezeit

Garachico treibt die Sanierung seiner historischen Häuser voran, um dem Verfall entgegenzuwirken
Foto: -wuppertaler / Wikimedia Commons (CC BY 4.0)

Der historische Ortskern von Garachico, nach dem Vulkanausbruch von 1706 wiederaufgebaut, zählt immer mehr leerstehende und verwahrloste Wohnhäuser.

Ein Kulturerbe des 17. Jahrhunderts verfällt

Mehrere Häuser weisen Bauschäden auf, die auf jahrelang fehlende Instandhaltung zurückgehen.

Öffentliche Hilfen reichen für den Sanierungsbedarf nicht aus

Die Stadtverwaltung hat die Förderprogramme aufgestockt, räumt jedoch ein, dass die Mittel nicht ausreichen.

Die Gefahr, zu einem Wochenenddorf zu werden

Bürgerinitiativen warnen, dass Garachico ohne entschlossene politische Maßnahmen zu einer Gemeinde der Zweitwohnsitze zu werden droht.

Die Anwohner fordern mehr Steueranreize

Gefordert werden zusätzliche Steuervergünstigungen für alle, die ihren ständigen Wohnsitz im historischen Ortskern haben.

Ein Ort, der in seiner Geschichte zweimal wiederaufgebaut wurde

Garachico wurde 1706 von einem Lavastrom verwüstet, der den alten Hafen unter sich begrub und den Wiederaufbau großer Teile des Ortes auf dem vulkanischen Material selbst erzwang. Aus diesem Wiederaufbau ging das Straßenbild hervor, das heute als Kulturgut von nationalem Interesse geschützt ist – mit Herrenhäusern aus Naturstein und hölzernen Balkonen, wie sie für die traditionelle kanarische Architektur typisch sind. Ortshistoriker erinnern daran, dass sich der Ort nach dem Verlust seiner Rolle als wichtigster Hafen der Insel wirtschaftlich neu erfinden musste – ein Prozess, der aus ihrer Sicht Parallelen zur heutigen Herausforderung aufweist, die Entvölkerung des Ortskerns zu verhindern.

Vergleich mit anderen geschützten Altstädten der Kanaren

Denkmalschutzfachleute vergleichen die Lage von Garachico mit der anderer geschützter Ortskerne des Archipels, etwa La Orotava oder San Cristóbal de La Laguna, wo Sanierungshilfen mit ähnlichen Schwierigkeiten einhergehen, die Wohnbevölkerung zu halten. Der Unterschied liege in der weitaus geringeren Größe von Garachico, weshalb jedes verlassene Haus das Erscheinungsbild des historischen Ensembles verhältnismäßig stärker beeinträchtige.

Der Tourismus als Verbündeter und als Bedrohung

Gerade die touristische Anziehungskraft von Garachico mit den Naturschwimmbecken von El Caletón als Hauptattraktion befeuert die Nachfrage nach Zweitwohnungen und Ferienvermietungen, was nach Angaben aus der Immobilienbranche in direkter Konkurrenz zu den Bemühungen steht, eine feste Bevölkerung zu halten. Bürgerinitiativen bestehen darauf, dass jede Sanierungsförderung an eine dauerhafte Wohnnutzung geknüpft werden müsse, damit die instand gesetzten Häuser nicht am Ende ebenfalls in der Ferienvermietung landen.

Der Cabildo schließt sich den kommunalen Hilfen an

Der Cabildo von Teneriffa hat angekündigt, eine Ergänzung der kommunalen Zuschüsse durch ein eigenes Inselprogramm für von Entvölkerung bedrohte Altstädte zu prüfen, unter denen Garachico einen vorrangigen Platz einnimmt. Aus der Inselverwaltung heißt es, die Abstimmung zwischen den Behörden werde entscheidend dafür sein, dass die von den Anwohnern geforderten Steueranreize kurzfristig umgesetzt werden können.