Europäische Wanderer werden zu Eigentümern und verteuern den Boden in Chã de Igreja und Fontainhas
Vom Wanderweg zum Wohnungskauf
Europäische Wanderer kehren Monate später als Käufer nach Fontainhas zurück.
Preise, die von Haus zu Haus in die Höhe schnellen
Ein verfallenes Haus, das einst 500.000 CVE kostete, kann heute 2.000.000 CVE erreichen.
Sanierungen verändern das Ortsbild
Manche Häuser werden zu Ferienunterkünften, die nur wenige Wochen im Jahr belegt sind.
Zwischen wirtschaftlicher Chance und Entvölkerung
Die jungen Generationen könnten zur Abwanderung gezwungen sein, wenn die Bodenpreise weiter steigen.
Die Route der 25 Fontes, unfreiwilliges Schaufenster des Dorfes
Der Weg, der vom Pico da Cruz hinab nach Fontainhas führt, zählt zu den meistfotografierten Routen Cabo Verdes und findet sich in den meisten Wanderführern zu Santo Antão. Viele, die ihn zu Fuß zurücklegen, kehren Monate später wieder – nicht mehr als Tageswanderer, sondern als mögliche Käufer, nachdem sie während ihrer Reise Fotos des Dorfes in sozialen Netzwerken geteilt haben. Die örtlichen Makler räumen ein, dass ein Großteil ihrer heutigen Anfragen genau auf diesem Weg zustande kommt, ganz ohne eigene Werbekampagne der Immobilienbranche.
Ein Weiler mit sehr wenigen tatsächlich verfügbaren Häusern
In Fontainhas stehen zu einem gegebenen Zeitpunkt kaum mehr als eine Handvoll Häuser zum Verkauf, sodass sich der Nachfragedruck auf einen minimalen Bestand konzentriert. Viele Geschäfte werden direkt mit den Eigentümerfamilien abgeschlossen, ohne Makler, über Kontakte, die während der Wanderung selbst geknüpft wurden. Diese Knappheit erklärt zum Teil, warum die Preise hier von Haus zu Haus deutlich schneller steigen als in anderen Ortschaften der Insel mit größerem Angebot.
Ein deutlicher Kontrast zur Südküste von Santo Antão
Während in Fontainhas und Chã de Igreja der Quadratmeterpreis in die Höhe schießt, bleibt der Markt in Küstenorten wie Ponta do Sol oder Porto Novo stabiler, getragen von der einheimischen Bevölkerung und einem Tourismus, der weniger auf das Wandern ausgerichtet ist. Dieser Unterschied lässt innerhalb ein und derselben Insel eine ausgesprochen ungleiche Preislandschaft entstehen, in der sich das gebirgige Landesinnere stärker verteuert als der Küstenstreifen – im übrigen Archipel eine Seltenheit.
Anwohner zwischen Chance und Wehmut um das alte Dorf
Nicht alle Bewohner sehen den Wandel mit Wohlwollen. Manche Familien sind froh über die zusätzlichen Einnahmen aus dem Verkauf eines Hauses, das jahrelang ungenutzt blieb, während andere bedauern, dass sich Fontainhas allmählich in eine Kulisse für Touristen verwandelt – mit weniger dauerhaften Nachbarn und mehr geschlossenen Fensterläden außerhalb der Saison. Die Jüngeren räumen ein, dass es bei anhaltendem Trend immer schwieriger werden dürfte, im eigenen Dorf eine bezahlbare Wohnung zu finden.



